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Wilhelm Ostwald Museum in Großbothen eröffnet

02.09.2012, 11:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Gemeinsame Medieninformation mit dem Wilhelm Ostwald Museum

Nach umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten ist das Museum im Haus Energie im Wilhelm Ostwald Park in Großbothen, ca. 40 km östlich von Leipzig gelegen, ab 3. September wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. In der ehemaligen Wohn- und Arbeitsstätte Wilhelm Ostwalds erfährt der Besucher das Wichtigste und Interessanteste aus dem Leben und Wirken des Chemikers (1853 - 1932). Er kann zudem den Universitätsprofessor und Nobelpreisträger sowie den Maler, Farbtheoretiker und Privatmann kennen lernen.

Gerda Tschira, Vorsitzende der Gerda und Klaus Tschira Stiftung, machte bei der Eröffnung deutlich, welch außergewöhnliches Museum sich an dieser Stelle befindet. „Das Ensemble aus großzügigem Park mit Steinbruch, Streuobstwiesen, Teichen und den verschiedenen Häusern mit dem Haus Energie als zentraler Wohn- und Arbeitsstätte ist Zeugnis für ein einzigartiges Forscherleben. Dass ein solcher Ort in dieser Ganzheit erhalten geblieben ist, ist ein einzigartiger Glücksfall. Umso mehr freut es uns, dass wir nach der umfassenden Renovierung dieses Museum heute wieder für Besucher öffnen können. Ganz im Sinne Ostwalds wurde in den letzten Monaten viel Energie bis in kleinste Details aufgewandt. Daran sollen nun Besucher aller Altersstufen ihre Freude haben.“

Staatsminister der Finanzen Professor Georg Unland betonte zudem, dass „der Freistaat Sachsen sich glücklich schätzen kann, dass die Gerda und Klaus Tschira Stiftung als Trägerin des Wilhelm Ostwald Parks so tatkräftig an die Neu- und Wiedererschließung dieses besonderen Ortes gegangen ist. Ich freue mich, bei der Eröffnung dieses Museums dabei sein zu können, das nun den Besuchern den Menschen und Forscher Wilhelm Ostwald näher bringt“, sagte er. Das denkmalgeschützte Haus wurde in sorgfältiger und aufwändiger Arbeit renoviert. Fenster, die Jahrzehnte lang zugemauert waren, wurden wieder freigelegt und ermöglichen heute helle, lichtdurchflutete Räume für museumspädagogische Aktivitäten.

1906 bezog das Ehepaar Ostwald mit seinen fünf Kindern das heute als Museum genutzte Gebäude. Zuvor hatte Wilhelm Ostwald seine Professorenstelle an der Universität Leipzig wegen zu hoher Arbeitsbelastung gekündigt und den ehemaligen Sommersitz der Familie umbauen lassen. Er wurde nun sein fester Wohnsitz und zugleich seine Arbeitsstätte. Das Haus erhielt den Namen Energie. Zeitlebens beschäftige sich der Wissenschaftler mit energetischen Fragestellungen und prägte den folgenden Satz: „Vergeude keine Energie, sondern verwerte und veredle sie!.“ Für seine Arbeiten zur Erforschung der Katalyse erhielt Wilhelm Ostwald 1909 den Nobelpreis für Chemie.
In Großbothen konnte er ganz als freier Forscher arbeiten, sich seinen Arbeitsalltag eigenständig einteilen und sich vielseitigen Themen widmen. So entstanden über 1.000 Aufsätze und Reden sowie 45 Lehrbücher und Monografien. Die im Original erhaltene Bibliothek im Haus Energie ist Zeugnis seiner ausgesprochenen Begeisterung für Bücher.

Entspannung fand Wilhelm Ostwald in der Malerei und bei Spaziergängen durch seinen Park. Der große Bestand an Landschaftbildern und Farbskizzen zeugt von seiner reichen Tätigkeit.
Seinen Kindern ließ er weitere Häuser auf seinem Grundstück bauen. Haus Glückauf, das Waldhaus und Haus Werk dienen heute als Tagungszentrum mit Übernachtungsmöglichkeit und sind mit modernster Technik ausgestattet. Das Gelände mit dem Steinbruch, den drei kleinen Teichen und der Streuobstwiese ist ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich und kann besucht werden.

Im Museum können Führungen gebucht werden. Desweiteren ist ein museumspädagogisches Programm in Planung, das ab Spätherbst diesen Jahres angeboten wird. Besuchern steht eine kleine Cafeteria zur Verfügung.

Wilhelm Ostwald Museum
Grimmaer Straße 25
04668 Großbothen
www.wilhelm-ostwald-park.de/museum

Öffnungszeiten Museum und Park:
Freitag bis Mittwoch, 10 bis 17 Uhr
Donnerstag geschlossen

Ansprechpartner für die Medien:
Sabine König
Carl Bosch Museum
Schloss-Wolfsbrunnenweg 46
69118 Heidelberg
sabine.koenig@carl-bosch-museum.de
06221 – 71513613 oder 0170-7607559


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium der Finanzen

Pressesprecherin Sandra Jäschke

Telefon: +49 351 564 40060

Telefax: +49 351 564 40069

E-Mail: presse@smf.sachsen.de

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