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29.07.2012, 12:00 Uhr

Literaturpreis 2012 geht an Andreas Altmann aus Berlin

Der Literaturpreis 2012 des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst geht an Andreas Altmann. Das hat die von der sächsischen Kunstministerin Sabine von Schorlemer eingesetzte Jury heute mitgeteilt.

Mit Andreas Altmann wird ein sächsischer Autor geehrt, der sich durch die langjährige Kontinuität und Authentizität seines dichterischen Schaffens im gesamten deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht hat. „Seine Dichtung zeichnet sich durch ihre magische Bildkraft und ihren unaufdringlichen Ton aus. Durch die Verschmelzung von Sprache, Ich und Natur gelingt es ihm, ein dichterisches Refugium zu erschaffen, das in der heutigen deutschen Lyrik einzigartig ist. Er bringt die Sprache gleichsam zum Leuchten und verbindet Natur und Poetik, wozu für ihn auch der Blick auf industrielle Hinterlassenschaften gehört, die Teil unserer zivilisatorischen Umwelt sind. Neben seiner dichterischen Arbeit trat Andreas Altmann auch als Herausgeber hervor und präsentierte zuletzt mit den Anthologie ‚Es gibt eine andere Welt‘ ein Standardwerk heutigen Dichtens in Sachsen“, so die Begründung der Jury.

Der mit 5.500 Euro dotierte Preis wird im Rahmen des vom Sächsischen Literaturrat e. V. veranstalteten Projektes „Landnahme“ im Herbst 2012 übergeben. Der Literaturpreis wird in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen (seit dem Jahr 2012 „Literaturpreis“, vorher „Literaturförderpreis“).

Preisträger waren im Jahr 2010 Jens Wonneberger, im Jahr 2008 Undine Materni und im Jahr 2006 Thomas Böhme.
Der Jury gehören an: der Literaturkritiker Ulf Heise, der Journalist Dr. Tomas Gärtner sowie die Schriftsteller Ralf Günther und Norbert Weiß sowie der Verleger Andreas Heidtmann.

Andreas Altmann: geboren 1963 in Hainichen (Sachsen), Studium der Sozialpädagogik in Leipzig, lebt heute in Berlin. Er veröffentliche bislang sieben Gedichtbände und gab die Anthologie „Es gibt eine andere Welt. Neue Lyrik aus Sachsen“ heraus.

Werk

  • Sieben Gedichtbände, eine Herausgeberschaft, in zahlreichen überregionalen Anthologien vertreten. Wichtige Titel zuletzt:
  • 2005 Das langsame Ende des Schnees (Rimbaud Verlag, Aachen)
  • 2009 Gemälde mit Fischreiher (Sonnenberg Presse, Chemnitz)
  • 2010 Das zweite Meer (poetenladen, Leipzig)
  • 2011 Es gibt eine andere Welt (Anthologie, hrsg. mit Axel Helbig, poetenladen, Leipzig)
  • Auszeichnungen (Auswahl, ohne Stipendien):
  • 1997 Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis des Leonce-und-Lena-Wettbewerbs
  • 1997 Christine-Lavant-Lyrikpreis
  • 2004 Erwin-Strittmatter-Preis
  • 2011 Dr. Manfred Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung

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