Flath: Mehr Hilfe für die Lernschwachen
14.07.2005, 13:52 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Kultusminister sieht gute Arbeit sächsischer Schulen bestätigt
Sehr zufrieden hat sich Kultusminister Steffen Flath über das Abschneiden von Sachsen beim PISA-Test geäußert. „Das Ergebnis ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit der sächsischen Schulen in den vergangenen Jahren“, sagte Flath. Der Minister lobte die Schüler und Lehrer für die hervorragenden Leistungen. „Sachsens Schüler gehören nicht nur zu den besten Deutschlands, sondern sind auch international überdurchschnittlich gut“, sagte Flath. Nun gelte es, die sehr gute Position noch auszubauen. Ziel müsse ein internationaler Spitzenplatz sein. Potenzial zur Verbesserung der Schülerleistungen sieht Flath in der gezielten Förderung von lernschwachen Schülern. Der PISA-Test zeige, dass man sich an den Schulen noch stärker als bisher den Risikoschülern zuwenden müsse. Die Diskussion über die Schulformen sei dabei völlig nebensächlich. Gleichwohl sei auffällig, das Bundesländer mit klar gegliederten Schulsystemen sehr erfolgreich seien. „Was jedoch zählt ist der Unterricht und die Zuwendung der Eltern“, sagte Flath.
Gegenüber der ersten PISA-Studie aus dem Jahr 2000 erzielte Sachsen in allen Kompetenzbereichen deutliche und statistisch signifikante Verbesserungen. In Mathematik, Naturwissenschaften und Problemlösen eroberte Sachsen den zweiten Rang. Auch die soziale Herkunft entscheidet in Sachsen neben Bayern im deutschlandweiten Vergleich am wenigsten über den Bildungserfolg. In puncto Chancengerechtigkeit liegt Sachsen in der internationalen Spitzengruppe, wie die PISA-Studie deutlich macht. „Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Flath.
Durch die nach der ersten PISA-Studie eingeleiteten Bildungsreformen seien die Grundlagen für weitere Verbesserungen geschaffen. Lernziele und Unterrichtsinhalte würden sich auf dem neuesten Stand der Forschung befinden. „Lehrer haben durch die neuen Lehrpläne die Möglichkeit, gezielter auf die Stärken und Schwächen der Schüler einzugehen“, so Flath. Über den Ausbau der Ganztagsangebote könne die individuelle Förderung der Schüler auch auf den Nachmittag ausgedehnt werden. Auch die Reformen im Vorschulbereich und der Grundschule würden nun ein gezielteres Arbeiten mit den Kindern ermöglichen.
An der Studie PISA 2003 hatten in Sachsen 2348 Schüler aus 83 Schulen teilgenommen (25 Gymnasien, 55 Mittelschulen, eine Sonderschule, zwei Berufsschu-len).
Nähere Information zu den PISA-Ergebnissen und den Bildungsreformen in Sachsen unter www.sachsen-macht-schule.de.