Fast alle sächsischen Gemeinden für LEADER gemeldet

27.06.2007, 14:11 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Tillich: „Kommunen erarbeiten Konzepte, die ihre Region voranbringen“

Wie das Sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium mitteilt, werden sich fast alle sächsischen Gemeinden (33 Regionen) des ländlichen Raums am LEADER-Wettbewerb beteiligen. „Die sächsischen Kommunen nutzen ihre Chance und erarbeiten mit ihren lokalen Partnern Konzepte, die ihre Region voranbringen“, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich.

Wie der Minister betonte, gehe es beim neuen Programm darum, nicht nur alle Akteure und Unterstützer vor Ort ins Boot zu holen, sondern auch darum, „dass die Dörfer über ihren eigenen Tellerrand hinaus schauen“. Schließlich stehen bei der künftigen Förderung die gebündelten Aktionen mehrerer Orte einer Region im Mittelpunkt. Die Konzepte sollten dabei fach- und ressortübergreifend sein. Es werde besonderen Wert darauf gelegt, wie junge Leute in den ländlichen Regionen gehalten werden können. „Die Zukunft unserer Dörfer“, so Tillich, „wird wesentlich davon abhängen.“

Zum LEADER-Wettbewerb sind alle ländlichen Regionen Sachsens mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.000 und 150.000 aufgerufen. Bis zum 1. Juli müssen die Konzepte bei den Staatlichen Ämtern für Ländliche Entwicklung sein, um als LEADER-Gebiet anerkannt werden zu können. Es kann jedoch maximal ein Drittel des ländlichen Raums der Zuschlag für ein LEADER-Gebiet erteilt werden. Die ausgewählten Regionen erhalten vorrangig Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (EPLR) und zudem einen bis zu zehnprozentigen Aufschlag auf den Regelfördersatz. Alle Regionen, die den Zuschlag als LEADER-Gebiet nicht erhalten, können ein sogenanntes ILE-Gebiet (Integrierte ländliche Entwicklung) werden. Diese bekommen einen Aufschlag bis zu fünf Prozent auf den Basisfördersatz. Die Gebiete werden voraussichtlich im Oktober 2007 bekanntgegeben. Die Erstellung der Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepte (ILEK) ist ein dynamischer Prozess. Das heißt, jederzeit können Projekte weiterentwickelt oder neue aufgenommen werden.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecherin Corinna Saring
Telefon: +49 351 564 20040
Telefax: +49 351 564 20007
E-Mail: presse@smul.sachsen.de
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