Klimaschutz ist zentrales Thema sächsischer Umweltpolitik

18.03.2008, 13:09 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Umweltminister Wöller stellt Umweltbericht 2007 vor

„Der Klimaschutz spielt in allen Umweltbereichen eine entscheidende Rolle. Er ist deshalb zentrales Thema sächsischer Umweltpolitik“, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Roland Wöller heute (18. März) bei der Vorstellung des Umweltberichtes 2007. Denn egal ob Hochwasser- oder Naturschutz, Luft oder Boden – die Klimaveränderungen haben auf alle Umweltmedien einen großen Einfluss. Neben dem Klimawandel nannte der Minister die Verknappung der Ressourcen, die demografische Entwicklung und den Flächenverbrauch als aktuelle Herausforderungen.
Grundlage für jegliches Handeln sind fundierte Daten. Der jetzt vorliegende Umweltbericht liefert eine Vielzahl von Informationen und Fakten. Er dokumentiert den aktuellen Zustand der Umwelt in Sachsen. Berichtszeitraum sind die Jahre 2002 bis 2006.

Wie Wöller betonte, haben sich die Herausforderungen der Umweltpolitik zu Beginn des 21. Jahrhunderts auch in Sachsen deutlich geändert. „Die großen Sanierungsaufgaben sind bewältigt“, so Wöller. Mit viel Geld sei Vieles erreicht worden. So sind beispielsweise für umfassende Altlastensanierungen von Bund und Land im Berichtszeitraum rund 185,5 Millionen Euro aufgewendet worden. Mehr als zwei Drittel aller sächsischen Fließgewässer können mittlerweile der Güteklasse II oder besser zugeordnet werden. Ursache sind unter anderem die neugebauten und sanierten kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen. 6,2 Milliarden Euro wurden dafür seit 1990 ausgegeben. Auch die Fortschritte beim Hochwasserschutz seien beachtlich, so Wöller weiter. Hier hat Sachsen seit 2002 rund 250 Millionen Euro für präventive Maßnahmen ausgegeben.

„Trotz dieser Erfolge gibt es noch eine Menge zu tun“, betonte der Minster. Der Schutz des Klimas mache den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zwingend erforderlich. In den vergangenen Jahren ist ihr Anteil am Endenergieverbrauch (Strom und Wärme) von 1,5 auf fünf Prozent gestiegen, beim Stromverbrauch gab es einen Anstieg von 6,2 auf derzeit 11,4 Prozent. „Bis 2020 sind beim Stromverbrauch 25 Prozent drin“, so der Minister. Auch an der 100-Prozent-Marke für 2100 hält er weiter fest. Die Potenziale dafür sieht Wöller in der Biomasse, der Solarenergie und der Geothermie bei gleichzeitig steigender Energieeffizienz. Sachsen ergänzt in diesem Bereich seine Förderung zu den Angeboten des Bundes. Bis 2013 stehen 60 Millionen Euro für klimaschutzrelevante Maßnahmen zur Verfügung. Auch die im Jahr 2007 gegründete Sächsische Energieagentur wird einen entscheidenden Beitrag für mehr Klimaschutz in Sachsen leisten.

Ein weiteres Thema, das Wöller bei der Vorstellung des Umweltberichtes anschnitt, war der Flächenverbrauch in Sachsen. „Flächenversiegelung ist ein Umweltproblem.“ 217.568 Hektar erreichte die Verkehrs- und Siedlungsfläche im Jahr 2006. Das sind 12 Prozent der Landesfläche. Im Berichtszeitraum betrug der Zuwachs 7.328 Hektar. Ein Weg, damit Sachsen nicht über Gebühr unter Beton verschwindet, ist beispielsweise die Entsiegelung alter Industrie- und Brachflächen. Im ländlichen Raum trägt vor allem die Sanierung und Umnutzung vorhandener Gebäude – statt Neubau - dazu bei, den Flächenverbrauch einzuschränken. Die neue Förderrichtlinie für den ländlichen Raum unterstützt dieses Anliegen. Der Minister kündigte außerdem an, dass der Freistaat im Zusammenspiel mit den Kommunen seine Anstrengungen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs deutlich verstärken werde.

Der Umweltbericht 2007 ist im Internet einzusehen unter www.umwelt.sachsen.de oder kostenlos zu beziehen beim Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung unter 0351/210 36 71 oder -72 sowie per E-Mail: publikationen@sachsen.de.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecherin Corinna Saring
Telefon: +49 351 564 20040
Telefax: +49 351 564 20007
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