S 24, Ausbau in Schmannewitz – Verkehrsfreigabe
03.11.2026, 14:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit werden die Arbeiten zum Ausbau der S 24 in Schmannewitz heute erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit Markus Heier, Leiter der LASuV-Niederlassung Leipzig, haben Sören Trillenberg, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, Dr. Eckhard Rexroth, 1. Beigeordneter des Landkreises Nordsachsen und Matthias Löwe, Bürgermeister der Stadt Dahlen die Strecke symbolisch freigegeben.
Staatssekretär Sören Trillenberg: »Die Bedeutung einer Straße misst sich im besonderen Maße daran, was sie im Alltag der Menschen bewirkt. In Schmannewitz heißt das: bessere Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer, barrierefreie Bushaltestellen und eine sicherere Ortsdurchfahrt. Wir wollen Regionen verlässlich verbinden und zugleich die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer innerorts verbessern.«
Dr. Eckhard Rexroth fügt hinzu: »Mit Freigabe der grundhaft ausgebauten Orts-durchfahrt Schmannewitz ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen den bei-den Großen Kreisstädten Torgau und Oschatz wieder hergestellt. Die Belastungen entlang der Umleitungsstrecken und mehr oder weniger legalen Schleichwege sind damit gleichfalls Geschichte. Hervorzuheben ist, dass während der Sperrung der Ortsdurchfahrt auch gleich die S 24 in Richtung Sitzenroda instandgesetzt werden konnte, ohne dass es zu weiteren Umleitungen kommen musste. In Schmannewitz fließt der Verkehr nun deutlich geordneter. Die Einhaltung der Höchstgeschwindig-keit werden Polizei und Landratsamt kontrollieren."
Matthias Löwe betont: »Mit der heutigen Verkehrsfreigabe der Ortsdurchfahrt Schmannewitz nimmt die S 24 als Lebensader zwischen den Mittelzentren und als Autobahnzubringer zur A 14 wieder ihre Tätigkeit auf. Mit dem Ausbau wurde die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht, und in Verbindung mit der Gestaltung der Nebenanlagen erhält der staatlich anerkannten Erholungsort Schmannewitz ein neues Gesicht, was eine positive Ausstrahlung für die Gäste bewirkt, sowie die Lebensqualität für die Anwohner der S24 mit sich bringt. Für die Mitarbeiter der Kliniken und die Pendler bedeutet die Freigabe eine große Erleichterung im Alltag.«
Der rund 1,1 Kilometer lange Ausbauabschnitt umfasste die gesamte Ortslage Schmannewitz. Neben der grundhaften Erneuerung der Staatsstraße wurden Gehwege neu angelegt beziehungsweise erneuert und die Radfahrerführung in den Ortseingangsbereichen angepasst. Zudem entstanden barrierefreie Bushaltestellen und Parkplätze. Ein weiterer Schwerpunkt des Vorhabens war die Erneuerung der Straßenentwässerung. Hierzu wurden unter anderem Stauraumkanäle errichtet und der vorhandene Durchlass »Waldgraben« wiederhergestellt.
Darüber hinaus wurden Einmündungen des untergeordneten Straßennetzes an die neue Straßenführung angepasst sowie Beschilderung, Wegweisung und Markierung im gesamten Baubereich erneuert.
Einen wesentlichen Teil des Bauzeitraumes nahmen die umfangreichen Neu- und Umverlegungsarbeiten der beteiligten Versorgungsunternehmen Abwasserverband »Untere Döllnitz«, Wasserverband Döbeln-Oschatz, Deutsche Telekom und der Mitteldeutschen Netzgesellschaft ein.
In den kommenden Tagen werden außerhalb des Bereichs der Staatsstraße noch Restarbeiten durchgeführt. Diese betreffen insbesondere die Neugestaltung des Parkplatzes an der Kreuzung der S 24 mit der Kreisstraße K 8921 West und die Fertigstellung des Vorplatzes am Rüstzeitheim einschließlich der zugehörigen Parkflächen. Sperrungen auf der Staatsstraße sind hierfür nicht erforderlich.
Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf insgesamt rund neun Millionen Euro. Davon werden 4,1 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen aus Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes finanziert. Die Stadt Dahlen trägt rund zwei Millionen Euro, der Landkreis Nordsachsen rund 60.000 Euro. Beide kommunalen Anteile werden über die Förderrichtlinie für den kommunalen Straßen- und Brückenbau des Freistaates Sachsen gefördert. Die beteiligten Versorgungsunternehmen investieren gemeinsam mehr als 2,6 Millionen Euro in ihre Infrastruktur.
Wir danken allen Verkehrsteilnehmern, insbesondere den Anwohnern und Gewerbe-treibenden der Region, für ihr Verständnis für die mit der Baudurchführung eingetretenen Umleitungen bzw. bauzeitlichen Erschwernisse.