B 101, Brücke bei Großenhain – Baufortschritt
29.10.2026, 16:43 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die Arbeiten am Neubau der Brücke der B 101 zwischen Großenhain und Priestewitz gehen weiter voran. Die Grundkonstruktion der Brücke ist abgeschlossen. Der Zeitplan für die Verkehrsfreigabe im Frühjahr 2027 ist weiterhin aktuell. Die Baustelle wird betrieben, solange bauoffenes Wetter vorherrscht.
Mitte Oktober wurde die Ergänzung des Betonaufbaus der Brücke betoniert. Damit ist der Rahmen der Brücke geschlossen. Die ergänzten Verbundfertigteilträger sind mit den Widerlagern verbunden. Der »Rohbau« ist abgeschlossen. Als Nächstes stehen im November die Abdichtungsarbeiten an, anschließend folgen die Kappen mit Radweg und Geländer. Die Stützwände auf den Seiten Großenhain und Priestewitz sind errichtet. Derzeit wird die Schalung entfernt, bevor die Stützwände hinterfüllt werden können. Anschließend folgt die Herstellung der Kappen. Die Verfüllung, die Erdarbeiten und die Böschungstreppen sind für die Wintermonate vorgesehen. Danach wird die Schlepp-Platte gebaut, die den Übergang zwischen Brücke und Straßendamm bildet.
Der Straßendamm wurde für den neuen Radweg verbreitert. Abschließend wird der Straßenbau abgeschlossen und die Ausstattung mit Geländern, Markierung und Schutzeinrichtungen.
Die bisherige Umleitungsregelung bleibt weiterhin bestehen.
Die Baumaßnahme umfasst den vollständigen Neubau der Brücke der B 101 über die Gleise der Deutschen Bahn auf der Strecke Dresden – Berlin. Die Vorgängerbrücke war 1979 mit Hennigsdorfer Spannstahl errichtet worden. Sie musste aufgrund ihres Zustandes im Dezember 2024 kurzfristig gesperrt und abgerissen werden (siehe Meldung zu Sperrung und Abriss). Untersuchungen bestätigten fortschreitende, erhebliche Schäden des Überbaus und eine fehlende Standsicherheit. Seit 2025 entsteht an gleicher Stelle die neue Brücke.
Die Baukosten der Brücke über die Bahnanlage belaufen sich gegenwärtig auf 7,5 Millionen Euro. Kostensteigerungen in Höhe von etwa 700.000 Euro ergaben sich aus dem tatsächlich vorgefundenen Baugrund und den daraus folgenden Mehraufwendungen, die auch zu einer Bauzeitverlängerung und den damit verbundenen Kostenansprüchen führen.
Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner weiterhin um Verständnis für die Verzögerung und die notwendigen Einschränkungen.