Zwickau: Einsatzmaßnahmen anlässlich eines Fußballspiels
24.10.2026, 18:07 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Medieninformation der Polizeidirektion Zwickau Nr. 321|2026
Verantwortlich: Karolin Meyer-Hemp
Einsatzmaßnahmen anlässlich eines Fußballspiels
Zeit: 24.10.2026, 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Ort: Zwickau
Anlässlich eines Regionalligaspiels zwischen dem FSV Zwickau und dem FC Erzgebirge Aue war die Polizei Sachsen am Samstag im Einsatz.
Ziel des Einsatzes war es, einen sicheren und möglichst störungsfreien Verlauf des Fußballspiels zu gewährleisten und ein Aufeinandertreffen der gegnerischen Fangruppen zu verhindern. In diesem Zusammenhang wurden zuvor entsprechende Sperren auf den Zugangswegen eingerichtet.
Im Vorfeld des Spiels versuchten beide Fanlager gezielt aufeinander los zu gehen. Eine Gruppierung von circa 140 Personen, die den Heimfans zuzuordnen sind, vermummte sich auf ein Zeichen und bewegte sich schlagartig, zielgerichtet unter Zünden und Werfen von Pyrotechnik in Richtung der ankommenden Gästefans beziehungsweise der durch die Polizei errichteten technischen Sperre zur Trennung beider Fanlager.
Durch das Eingreifen der vor Ort befindlichen Kräfte wurde ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Gruppierungen unter Anwendung unmittelbaren Zwangs verhindert. In der Folge löste sich die Gruppierung der Heimfans auf. Diese konnten im weiteren Verlauf durch Einsatzkräfte in Teilen aufgenommen werden. Bei 60 Personen wurden anschließend Identitätsfeststellungen durchgeführt. Sie erhielten einen Platzverweis. Durch den Veranstalter wurde zudem ein Hausverbot für den Verlauf des Spiels ausgesprochen. Es wurden entsprechende Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs aufgenommen. Die Gästefans wurden durch die Einsatzkräfte zurückgedrängt und begaben sich anschließend zum Gästeeingang.
Während des Spiels herrschte bei beiden Fanlagern eine emotionale Stimmung, die mit dem Abbrennen zahlreicher pyrotechnischer Gegenstände einher ging. In einem Fall erlitt ein Ordner leichte Verletzungen. Es kam zu keinerlei körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fanlagern. Auch die Abreise verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Im Einsatz waren insgesamt rund 600 Beamte. Die Polizeidirektion Zwickau wurde durch Kräfte anderer Polizeidirektionen, des Polizeiverwaltungsamtes, der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizei unterstützt. Dazu zählten auch ein Polizeihubschrauber, ein Sensocopter sowie Kräfte der Polizeireiterstaffel und einer Schutzhundegruppe. In unmittelbarer Umgebung des Stadions standen ebenfalls Wasserwerfer bereit, deren Einsatz jedoch nicht erforderlich war. (kmh)