Neu im Team: Chatbot MAXi unterstützt ab sofort die Beschäftigten der sächsischen Steuerverwaltung
13.10.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die sächsische Steuerverwaltung geht den nächsten Schritt, die Möglichkeiten der Digitalisierung und von Künstlicher Intelligenz (KI) aktiv zu nutzen. Seit dieser Woche steht rund 5.250 Beschäftigten der sächsischen Steuerverwaltung ein neuer virtueller Assistent zur Seite: der KI-Chatbot »MAXi«. Das System soll die Beschäftigten bei zeitaufwendigen Routineaufgaben entlasten und ihnen mehr Freiräume für die fachliche Bewertung komplexer Einzelfälle verschaffen. Der Chatbot wurde von der hessischen Steuerverwaltung entwickelt.
Finanzminister Christian Piwarz betont die Bedeutung des Projekts: »Wir haben mit MAXi einen weiteren wichtigen Schritt gemacht, die sächsische Steuerverwaltung mittels Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz effizient, serviceorientiert und schlagkräftig für aktuelle und zukünftige Aufgaben aufzustellen und weiterzuentwickeln. Mit MAXi geben wir unseren Beschäftigten ein Werkzeug an die Hand, das sie im Arbeitsalltag unterstützt – ohne die fachliche Verantwortung abzugeben. Denn über steuerliche Sachverhalte entscheidet auch künftig der Mensch.«
Ein konkreter Einsatzbereich für MAXi liegt beispielsweise im Bereich Bearbeitung von Einsprüchen. Allein im Jahr 2025 gingen in der sächsischen Steuerverwaltung 167.459 Einsprüche von Steuerpflichtigen ein. Bei der Bearbeitung dieser Fälle kann MAXi künftig insbesondere bei zeitaufwendigen Routineaufgaben unterstützen, wie etwa beim Erfassen und Zusammenfassen umfangreicher und komplexer Schreiben oder bei der Vorbereitung von Antwortentwürfen. Die fachliche Bewertung und die letztgültige Entscheidung über einen steuerlichen Sachverhalt liegen ausnahmslos bei den Beschäftigten.
Auch in der Art der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürger leistet die KI wertvolle Dienste: Komplexe Verwaltungstexte können klarer und verständlicher formuliert werden. Zudem bietet MAXi die Möglichkeit, Amtsschreiben in andere Sprachen zu übersetzen, was die Verständigung – etwa mit Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben – spürbar erleichtert. Rechtlich maßgeblich bleibt dabei aber stets die deutsche Fassung.
Bei der Einführung und Anwendung von MAXi spielt der Schutz von Steuerdaten eine zentrale Rolle. Der Einsatz der KI-Assistenz erfolgt in einem geschlossenen und geschützten System. Die vollständige Datenhoheit verbleibt bei der Steuerverwaltung, sodass auch sensible personenbezogene Daten verarbeitet werden können. Für seine Antworten greift MAXi auf den für die Steuerverwaltung relevanten Wissensbestand zurück, insbesondere auf Gesetzestexte und verwaltungsinterne Verfügungen. Anders als frei zugängliche KI-Anwendungen sucht MAXi dabei nicht außerhalb des geschützten Systems, beispielsweise im Internet, nach Informationen.
Der Einführung von MAXi liegt eine Kooperation mit der hessischen Steuerverwaltung zugrunde. Der dort von TECLION entwickelte KI-Assistent wird bereits seit Ende 2025 in Hessen eingesetzt. In Sachsen liefen seit April die Vorbereitungen zur Einführung von MAXi. Nach einer erfolgreichen Pilotphase im September startete nun der sachsenweite Rollout. Mit der Erfahrung aller nutzenden Steuerverwaltungen wird MAXi auch zukünftig kontinuierlich weiterentwickelt werden.
TIPP:
Noch ausführlichere Informationen zu MAXi bietet Ihnen unser aktueller SMF-Blogbeitrag »Willkommen im Team: Chatbot MAXi«.