11. Jahreskonferenz des Demokratiezentrums Sachsen: Jüdisches Leben stärken – Gemeinsam Verantwortung für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt übernehmen

29.09.2026, 12:34 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Staatsministerin Köpping: »Eine starke Demokratie zeigt sich dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen«

In Leipzig tauschten sich heute mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Sicherheitsbehörden auf der 11. Jahreskonferenz des Demokratiezentrums Sachsen darüber aus, wie Demokratie gestärkt, jüdisches Leben geschützt und demokratisches Engagement nachhaltig unterstützt werden kann.

Petra Köpping, Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: »Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und Haltung zeigen. Wer Jüdinnen und Juden angreift oder Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder ihrer Lebensweise ausgrenzt, greift die Grundfesten unseres Zusammenlebens an. Deshalb stärken wir diejenigen, die sich jeden Tag für Zusammenhalt, Respekt und Menschlichkeit engagieren.«

Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: »Wir müssen Antisemitismus klar benennen und ihm widersprechen – unabhängig davon, aus welchem politischen oder weltanschaulichen Milieu er kommt. Demokratiebildung darf nicht erst beginnen, wenn sich antisemitisches oder extremistisches Gedankengut bereits verfestigt hat. Gerade Schulen und Jugendarbeit sind deshalb wichtige Orte, um jungen Menschen frühzeitig die Werte unserer demokratischen Grundordnung zu vermitteln und zu zeigen, warum der Schutz von Minderheiten für unsere Demokratie unverzichtbar ist. Zugleich müssen wir modernes, vielfältiges jüdisches Leben in Deutschland sichtbarer machen und mehr Begegnungen ermöglichen.«

Im Mittelpunkt der Konferenz standen konkrete Handlungsansätze von Strategien gegen Verschwörungsglauben über wirksame Konzepte zur Stärkung demokratischer Räume abseits der großen Städte. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis bot den Teilnehmenden konkrete Impulse für die Arbeit in Kommunen, Schulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Zum Abschluss der Jahreskonferenz erklärte Staatsministerin Petra Köpping:
»Der heutige Tag hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung ist. Demokratie braucht engagierte Menschen, aber auch verlässliche Strukturen, die diesem Engagement den Rücken stärkt. Mit dem Demokratiezentrums Sachsen stärken wir genau diese Strukturen und bieten Hilfe, wo sie gebraucht wird: mit Ausstiegs- und Distanzierungsberatung, Mobiler Beratung und der Begleitung für Betroffene antisemitischer, rassistischer und rechtsextremistischer Gewalt. Das Demokratiezentrum Sachsen stärkt diejenigen, die sich für Zusammenhalt und Demokratie in Sachsen engagieren.«

Weitere Informationen:
Das Demokratiezentrum Sachsen wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert. Die Maßnahme wird zudem mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag verabschiedeten Haushaltes.

Kontakt:

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Demokratiezentrum Sachsen, Albertstr. 10, 01099 Dresden,
Tel. 0351 56454-999,
E-Mail: demokratiezentrum@sms.sachsen.de, https://www.sms.sachsen.de/demokratie-zentrum-sachsen-4014.html


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
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