20 neue Klimaschulen für Sachsen ausgezeichnet - Netzwerk wächst auf 74 Klimaschulen
29.09.2026, 14:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sachsen hat sein Netzwerk der Klimaschulen deutlich erweitert. Bei einer Veranstaltung im Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) wurden 14 Schulen erstmals als »Klimaschule« ausgezeichnet, sechs weitere für ihr langjähriges Engagement rezertifiziert. Damit gehören nun insgesamt 74 Schulen in Sachsen zum Netzwerk – von der Grundschule über Oberschulen und Gymnasien bis zu berufsbildenden Schulen aus verschiedenen Regionen. Bis 2030 soll das Netzwerk auf 100 Klimaschulen wachsen. Jede neu ausgezeichnete Schule bringt Sachsen diesem Ziel ein Stück näher.
Klimaschutz im Schulalltag – mit Wirkung über den Schulhof hinaus
Die ausgezeichneten Schulen zeigen, wie Klimaschutz und Anpassungen an klimatische Veränderungen im Alltag funktionieren: durch Energieeinsparung, klimafreundliche Schulhofgestaltung, eigene Projekte und die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Unterricht. Oft profitieren davon nicht nur die Schulen selbst, sondern auch ihr Umfeld. Ein neuer Schwerpunkt der Initiative ist die stärkere Vernetzung mit der sächsischen Wirtschaft. Über gezielte Formate mit der Umwelt- und Klima-Allianz Sachsen (UKA) erhalten die Klimaschulen Zugang zu Partnerunternehmen. Das bietet die Chance auf praxisnahe Schulprojekte, Einblicke in nachhaltige Technologien und mögliche Perspektiven für Berufe in der »Green Economy«.
Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz sagte im Vorfeld: »Die Klimaschulen sind zu einer echten Erfolgsgeschichte geworden. Mit inzwischen 74 Schulen kommen wir unserem Ziel von 100 Klimaschulen bis 2030 Schritt für Schritt näher. In den Schulen übernehmen junge Menschen Verantwortung und setzen Klimaschutz ganz praktisch um. Unterstützt werden sie dabei von ihren Lehrkräften, Betreuern und Eltern. Durch die engere Partnerschaft mit der Umwelt- und Klima-Allianz Sachsen schlagen wir eine direkte Brücke zur Wirtschaft. Junge Menschen gestalten ihr Umfeld und lernen zugleich die Berufe und Unternehmen kennen, die unsere Regionen nachhaltig weiterentwickeln. Damit verbinden die Klimaschulen im besten Fall praktischen Klimaschutz mit der Fachkräftesicherung von morgen.«
Conrad Clemens, Sächsischer Staatsminister für Kultus: »Sachsens Klimaschulen machen Klimaschutz für Kinder und Jugendliche erlebbar. Aus einem komplexen Thema wird praktisches Engagement. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern packen gemeinsam an, probieren Neues aus und engagieren sich so fürs Klima. Das Netzwerk der sächsischen Klimaschulen ist ein gutes Beispiel dafür, wie Bildung und Verantwortung Hand in Hand gehen. Dass unsere sächsischen Klimaschulen dabei auch bei bundesweiten Wettbewerben erfolgreich sind, unterstreicht die Qualität und die Wirkung dieses ganzheitlichen Ansatzes von Schulentwicklung. Wir wollen diesen Weg gemeinsam weitergehen und die Schulen dabei auch künftig unterstützen.«
Die Auszeichnungen wurden von Kultusminister Conrad Clemens, Wirtschaft-Staatssekretär Sebastian Scheel und dem Präsidenten des Landesamtes für Schule und Bildung, Patrick Schreiber, vorgenommen. Zu Gast waren rund 100 engagierte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aus ganz Sachsen. Aufgrund des starken Wachstums fand die feierliche Zertifizierung in diesem Jahr erstmals in einem eigenen, repräsentativen Rahmen im Foyer des Kultusministeriums statt.
Hintergrund: Initiative »Klimaschulen in Sachsen«
»Klimaschulen in Sachsen« ist eine Initiative des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz sowie des Staatsministeriums für Kultus. Ziel ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) insbesondere im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung umfassend in den Schulalltag zu integrieren.
Das Projekt trägt zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bei und fördert die ganzheitliche Integration von Klimaschutz und Klimaanpassung in den Schulalltag. Schulen, die sich bewerben, entwickeln einen Klimaschulplan für fünf Jahre. Nach dieser Zeit können sie sich rezertifizieren lassen, indem sie neue Schwerpunkte und Maßnahmen festlegen.
Schulen erhalten im Rahmen der Initiative fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung. Des Weiteren stehen den Schulen Fortbildungen und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, um sie in ihren Projekten zu unterstützen.
Weitere Informationen finden sich unter: https://www.klima.sachsen.de/klimaschulen-in-sachsen-12616.html
Wie man Klimaschule werden kann und wie sie arbeiten, zeigt der Animationsfilm: »So geht Klimaschule – die Klimaschulinitiative in Sachsen«
https://youtu.be/aYNUPwKStKc