Polizeieinsatz anlässlich des Christopher-Street-Days in Görlitz
26.09.2026, 19:03 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Medieninformation der Polizeidirektion Görlitz Nr. 413/2026
Verantwortlich: Kai Siebenäuger
Polizeieinsatz anlässlich des Christopher-Street-Days in Görlitz
Görlitz
26.09.2026, 11:00 Uhr - 19:00 Uhr
Am Samstag, den 26. September 2026, hat in Görlitz ein größerer Polizeieinsatz anlässlich des Christopher-Street-Days stattgefunden. Zusätzlich zum Aufzug des CSD sowie einer stationären Kundgebung zum Abschluss wurde bei der Versammlungsbehörde des Landkreises Görlitz eine Gegenversammlung angezeigt.
Die Polizei zieht eine positive Bilanz und resümiert einen durchweg friedlichen Versammlungsverlauf.
Ziel der Polizei war es, allen friedlichen Versammlungsteilnehmern die Ausübung ihrer Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu gewährleisten. Außerdem stand die Pressefreiheit im Fokus.
Eingesetzte Kräfte
Die Polizeidirektion Görlitz war mit zahlreichen Kräften unterwegs, um einen friedlichen Verlauf aller Versammlungen zu gewährleisten und mögliche Straftaten konsequent zu verfolgen.
Im Einsatz befanden sich neben Beamten der Polizeidirektion Görlitz auch Kräfte der Bereitschaftspolizei, des Präsidiums für Service und Informationstechnik, der Polizeidirektion Chemnitz sowie der Bundespolizei. Auch Vertreter der Staatsanwaltschaft Görlitz und der Versammlungsbehörde des hiesigen Landkreises waren vor Ort. Außerdem führten Polizeikräfte der Republik Polen einen flankierenden Einsatz durch.
Versammlungsteilnehmer
Am Christopher-Street-Day nahmen über 750 Personen teil. Die Gegenversammlung zählte etwa 65 Personen.
Anreise
Die Bundespolizei überwachte unterstützend die An- und Abreise des Bahnverkehrs und trennte die unterschiedlichen Versammlungslager im Bereich des Görlitzer Bahnhofs.
Versammlung
Vor Beginn der Versammlungen prüften Polizei und Versammlungsbehörde die Einhaltung der entsprechenden Auflagen.
Der CSD startete gegen 12:25 Uhr und führte als Aufzug durch das Stadtgebiet von Görlitz über Zgorzelec und zurück. Im Anschluss gab es eine Abschlusskundgebung im Rahmen einer Versammlung auf dem Obermarkt.
Im Zusammenhang mit dem Aufzug des CSD ermittelt die Polizei in drei Fällen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Dabei handelte es sich um Zuwiderhandlungen gegen das Vermummungsverbot. In einem Fall fertigten die Beamten eine Anzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Die Einsatzkräfte stellten die Personalien von drei Tatverdächtigen fest und fertigten entsprechende Anzeigen.
Die Gegenversammlung folgte als
Aufzug mit entsprechendem Abstand, beginnend an der Jakobuskirche und schloss sich der gleichen Strecke an. An der Altstadtbrücke verlief der Aufzug parallel zum CSD über die Uferstraße zur Stadtbrücke.
Im Zusammenhang mit dem Aufzug der Gegenversammlung stellte die Polizei sieben Verstöße gegen das Versammlungsgesetz fest. Hierbei handelte es sich um Zuwiderhandlungen gegen das Vermummungsverbot. Ebenso ermittelt die Polizei in einem Fall gegen eine Person wegen Volksverhetzung. Die Einsatzkräfte stellten die Personalien von sieben Tatverdächtigen fest und fertigten entsprechende Anzeigen.
Die Gegenversammlung endetet an der Jakobuskirche. Im Anschluss wurde der Aufzug zurück zum Bahnhof begleitet. Dort wurde die Versammlung gegen 16:50 Uhr beendet.
Die Polizei stellte während der Versammlungen keine Ausschreitungen oder körperlichen Auseinandersetzungen fest.
Abreise
Die eingesetzten Beamten trennten im weiteren Verlauf die Versammlungsteilnehmer und gewährleisteten eine geordnete Abreise.
Fazit
Die Polizei zieht ein positives Fazit. Die Teilnehmer der Versammlungen konnten ihre Aufzüge sowie die Kundgebungen friedlich und störungsfrei absolvieren und im Anschluss sicher aus Görlitz abreisen.