Elbflorenz zu Gast in Rom: Staatsministerin Kraushaar eröffnet Ausstellung »Italienischer Barock in Dresden«
24.09.2026, 15:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Partnerschaft mit Latium erneuert – Zusammenarbeit künftig auch im Bereich Mobilität
Staatsministerin Regina Kraushaar hat heute (24. September 2026) im Museo Napoleonico in Rom die Ausstellung »Italienischer Barock in Dresden« eröffnet. Zeichnungen und Skizzen italienischer und sächsischer Künstler aus der wissenschaftlichen Plansammlung des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, darunter Meisterwerke der europäischen Architekturzeichnung des 18. Jahrhunderts, werden erstmals in Rom präsentiert.
Die Eröffnung bildet zugleich den Abschluss der Delegationsreise unter Leitung von Ministerpräsident Michael Kretschmer, bei der Sachsen und die italienische Region Latium ihre Partnerschaft erneuert haben.
Staatsministerin Regina Kraushaar: »Mit welcher Herzlichkeit uns Latium in diesen Tagen empfangen hat, hat unsere gesamte Delegation beeindruckt: offene Türen, offene Ohren und Gastgeber, die Partnerschaft wirklich leben. Genau darauf bauen wir seit zehn Jahren auf – unsere Regionalpartnerschaft ist längst mehr als Symbolik. Mit rund 113.000 Bau- und Bodendenkmalen hat Sachsen die höchste Denkmaldichte pro Einwohner in Deutschland, und wer ein solches Erbe bewahren will, findet in Italien den besten Partner. Dass wir sächsische Schätze nun mitten in Rom zeigen dürfen, ist für mich ein großer Vertrauensbeweis.«
Sächsischer Landeskonservator Alf Furkert: »Dresden verdankt seinen Ruf als ‚Elbflorenz‘ zu einem guten Teil italienischen Baumeistern und Künstlern. Die Ausstellung beleuchtet diese kulturell außergewöhnlich fruchtbare Epoche, die Dresdens Ruf als Stadt der Kunst und Musik bis heute prägt. Wir zeigen zahlreiche Zeugnisse dieses lebendigen Austausches. Einige Blätter sind nach fast 300 Jahren erstmals wieder dort zu sehen, wo sie entstanden sind. Sie zeigen, wie viel Rom in Dresden steckt. Dieses gemeinsame Erbe wollen wir mit unseren Partnern in Latium erforschen und erhalten.«
Die vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen kuratierte Ausstellung wird von Roma Capitale, dem Dezernat für Kultur und die Koordinierung der Initiativen zum Gedenktag, sowie der Sovrintendenza Capitolina ai Beni Culturali gefördert und vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen mit Unterstützung des Sächsischen Ministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung organisiert. Die museale Betreuung übernimmt Zètema Progetto Cultura.
Die Ausstellung ist Ergebnis der langjährigen Forschungen des Landesamtes zur sächsischen Bau- und Kunstgeschichte und der Zusammenarbeit mit italienischen Fachinstitutionen. Neue Impulse erhält diese Zusammenarbeit durch eine Kooperation mit der Handwerkskammer zu Leipzig: Gemeinsam sollen Restauratoren im Handwerk aus- und weitergebildet werden. Vor der Eröffnung war Kraushaar mit Latiums Kulturministerin Simona Renata Baldassarre zusammengetroffen und hatte das Deutsche Archäologische Institut in Rom besucht.
Ausstellung »Il barocco italiano a Dresda« Disegni architettonici dal Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (Ente regionale per la tutela dei beni culturali della Sassonia): Museo Napoleonico, Piazza di Ponte Umberto I, 1, Rom | 25. September 2026 bis 10. Januar 2027, Di–So 10 bis 18 Uhr | https://www.museonapoleonico.it/it/mostra-evento/il-barocco-italiano-dresda-0 und https://www.denkmalpflege.sachsen.de
Regionalpartnerschaft bei Verkehr und Infrastruktur
Mit dem neuen Memorandum of Understanding, das Ministerpräsident Kretschmer und Latiums Regionalpräsident Francesco Rocca am Mittwoch (23. September 2026) unterzeichnet haben, weiten beide Regionen ihre Zusammenarbeit aus. Das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung bringt sich dafür in einer neuen Unterarbeitsgruppe »Verkehr und Infrastruktur« ein.
Staatsministerin Regina Kraushaar: »Brücken, Straßen, Busse und Bahnen entscheiden jeden Tag mit darüber, ob Menschen gern in einer Region leben. Wie halten wir unsere Infrastruktur in Schuss, wie gestalten wir Nahverkehr auf dem Land attraktiv? Diese Fragen stellen sich in Latium genauso wie in Sachsen – und wir können viel voneinander lernen. An den offenen Austausch hier in Rom knüpfen wir an und arbeiten gemeinsam weiter an guten Lösungen für unsere Regionen. arbeiten wir jetzt gemeinsam weiter.«
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen der Erhalt von Brücken und Straßen – von Bauwerkskontrollen über Ersatzneubauten bis zu schnelleren Genehmigungsverfahren – sowie um den Einsatz autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr.