Glauchau bekommt neue Flutrinnenbrücke
18.09.2026, 12:03 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Offizieller Spatenstich für Ausbau der B 175 bei Glauchau
Die Bundesstraße 175 in Glauchau im Landkreis Zwickau bekommt eine neue Flutrinnenbrücke an der Zwickauer Mulde. Beim offiziellen Spatenstich wurde heute (18. September 2026) der Start des ersten Hauptabschnittes sichtbar. Bis Ende 2029 soll eine neue Brücke mit vier Fahrstreifen entstehen, die zusätzlich einen Gehweg und einen Radweg erhält. Die Gesamtkosten liegen bei rund 24 Millionen Euro und werden aus dem Haushalt der Bundesrepublik Deutschland finanziert. Die Stadt Glauchau beteiligt sich mit rund 460.000 Euro an den Kosten für den Kreuzungsausbau an der Auestraße. Die Arbeiten für das erste Hauptbaulos des Ausbaus zwischen Mosel und Glauchau haben bereits am 3. August begonnen.
Regina Kraushaar, Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung: »Die B 175 ist für die Bürgerinnen und Bürger von Glauchau und die Region eine zentrale Verbindung: Rund 12.000 Fahrzeuge nutzen sie täglich – sie verbindet Wohn- und Arbeitsorte, Gewerbestandorte und die Autobahn 4. Mit der neuen Flutrinnenbrücke wird nun das letzte große Vorhaben des Verkehrskonzepts zwischen Zwickau, Glauchau und der A 4 umgesetzt. Und der lange Weg dieses Projekts zeigt zugleich, dass wir bei künftigen Infrastrukturvorhaben schneller werden müssen. In Sachsen haben wir dafür das Straßenrecht vereinfacht. Ich freue mich, dass wir auch mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz, das unlängst im Bundestag beschlossen wurde, schneller vorankommen werden.«
Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr: »Als leistungsfähiger Zubringer zum Industrie‑ und Logistikstandort Mosel ist die B 175 für den Berufs- und Wirtschaftsverkehr und insbesondere für die starke Automobilindustrie in der Region von besonderer Bedeutung. Deshalb hat der Bund bereits in der Vergangenheit konsequent in den Ausbau der B 175 investiert. Mit dem vierstreifigen Ausbau der B 175 westlich Glauchau wird nunmehr die rund 4,7 Kilometer Ausbaulücke geschlossen und diese Verkehrsachse so gestärkt, wie es die Pendlerinnen und Pendler und Unternehmen der Region brauchen. Der Bund trägt mit rund 24 Millionen Euro die Gesamtkosten des Projekts.«
Die Flutrinnenbrücke ist Teil des Ausbaus der B 175 westlich von Glauchau. Der Abschnitt verbindet das Stadtgebiet mit der B 175 in Richtung Zwickau und schließt damit das Verkehrskonzept für den Raum Zwickau, Glauchau und die A 4 ab. Wegen der Nähe zu den Ortslagen Niederschindmaas und Glauchau sowie der Querung der Flutrinne gehört er zu den anspruchsvollsten Abschnitten des Gesamtvorhabens. Zum aktuellen Bauabschnitt gehören auch die Anbindung der Auestraße und weitere Straßenanschlüsse.
Die neue Brücke schafft hinsichtlich Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit bessere Bedingungen für den motorisierten Verkehr sowie für den Fuß- und Radverkehr und wird aus zwei Teilbauwerken bestehen. Jedes ist rund 160 Meter lang. Zunächst wird oberhalb der bestehenden Brücke ein neues Teilbauwerk mit zwei Fahrstreifen gebaut. Bis dieses fertig ist, bleibt die alte Brücke in Betrieb. Die Übergabe dieses ersten Teils ist für 2028 vorgesehen. Danach wird der Verkehr auf den neuen Brückenteil verlegt. Die alte Flutrinnenbrücke wird abgebrochen und durch das zweite Teilbauwerk ergänzt. So entsteht am Ende eine vierstreifige Querung der Flutrinne. Die Fertigstellung einschließlich der Straßenanschlüsse soll Ende 2029 sein. Die weiteren Abschnitte des Ausbaus sollen schrittweise bis 2036 umgesetzt werden.
Das Gesamtvorhaben wurde bereits in den 1990er Jahren geplant. Die Planungen mussten deshalb im Verlauf teilweise überarbeitet und an die heutigen Anforderungen angepasst werden.