Schulkooperation über Grenzen hinweg: Kultusminister Clemens besucht Wroclaw/Breslau in Polen
02.09.2026, 09:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Kultusminister Conrad Clemens reist heute (2. September) zum Erfahrungsaustausch nach Polen. In Wroclaw/Breslau trifft er sich mit Vizemarschall Jarosław Rabczenko und der niederschlesischen Bildungskuratorin Ewa Skrzywanek. Begleitet wird der Kultusminister von Patrick Schreiber, dem Präsident des Landesamts für Schule und Bildung.
Im Fokus des Besuchs steht die Vertiefung der sächsisch-polnischen Bildungskooperationen. Außerdem wird sich der Kultusminister bei einem Schulbesuch vor Ort mit Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern austauschen und im Deutschunterricht hospitieren.
Kultusminister Conrad Clemens: »Wir vertiefen in Breslau die gemeinsame Zusammenarbeit und den Austausch. Polnisch als Fremdsprache wird in Sachsen an 27 Schulen unterrichtet. Hier steckt noch großes Potential drin. Sachsen muss Polen endlich als Chance erkennen. Um die Qualität des Polnischunterrichts an unseren Schulen zu erhöhen, wollen wir insbesondere über die Gewinnung von Fremdsprachenassistenten sprechen.«
Unterzeichnet wird zudem eine Absichtserklärung zwischen dem Landesamt für Schule und Bildung und dem Kuratorium Oświaty in Wrocław über die Zusammenarbeit im Bereich der Schulbildung und des Sports. Beide Seiten wollen den Erfahrungsaustausch zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie den Schulaufsichtsbehörden stärken und die Perspektiven der Jugend im Grenzraum verbessern.
Hintergrund
In Sachsen lernen 1.783 Schülerinnen und Schüler an 27 Schulen Polnisch. Zahlreiche weitere Schülerinnen und Schüler lernen die Sprache in einer Fremdsprachen-AG. Zwischen Sachsen und Polen bestehen 55 Schulpartnerschaften (davon 28 in Niederschlesien). Damit liegt Polen seit Jahren auf Platz zwei der Schulpartnerschaften hinter der Tschechischen Republik.