Gemeinsam gegen Cyberangriffe: Freistaat startet die »Cyberabwehr Sachsen«
31.08.2026, 12:01 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Dresden (31. August 2026) – Der Freistaat Sachsen bündelt seine Kräfte im Kampf gegen Cyberangriffe und hat heute die neue Allianz "Cyberabwehr Sachsen" gegründet. Damit reagieren sächsische Sicherheitsbehörden und Ministerien auf die wachsende Bedrohung aus dem digitalen Raum. Verschlüsselte Server, abgeflossene Daten, digitaler Identitätsdiebstahl: Cyberangriffe auf die IT sächsischer Behörden und Unternehmen sind längst Realität. Ziel der neuen Allianz ist es, Gefahren früher zu erkennen und Abwehrmaßnahmen koordiniert umzusetzen.
Dr. Daniela Dylakiewicz, Amtschefin und Beauftragte für Informationstechnologie (CIO) des Freistaates Sachsen: "Die Bedrohungen im Cyberraum nehmen zu, werden professioneller und richten im schlimmsten Fall große Schäden an. Staat und Verwaltung müssen hier Schritt halten und über Zuständigkeitsgrenzen hinweg für Sicherheit sorgen. Mit der Cyberabwehr Sachsen ist der Freistaat gut aufgestellt. Er gehört zu einem von bislang fünf Bundesländern mit einem solchen übergreifenden Ansatz. Dabei schaffen wir bewusst keine neue Behörde, sondern stärken die Zusammenarbeit in den bestehenden Zuständigkeiten."
Ulf Bandiko, Amtschef des Sächsischen Staatsministeriums des Innern: "Die Stärkung unserer Cyberabwehr in Sachsen ist ein wichtiger Schritt, um unsere digitale Souveränität zu sichern. Angesichts steigender Bedrohungen durch professionelle Cyberangriffe auf Behörden, Unternehmen und kritische Infrastrukturen stärken wir damit die Resilienz des Freistaates. Gemeinsam mit Partnern aus Verwaltung und Sicherheitsbehörden schützen wir Sachsen vor den Herausforderungen der digitalen Zukunft."
Bei der Cyberabwehr Sachsen handelt es sich um ein agiles Netzwerk aus verschiedenen Experten, darunter das Landeskriminalamt, das Landesamt für Verfassungsschutz, die Generalstaatsanwaltschaft Dresden "Sächsische Zentralstelle zur Bekämpfung von Cybercrime", die Digitalagentur Sachsen und das Sicherheitsnotfallteam SAX.CERT des Freistaates Sachsen. Durch ein gemeinsames Cyberlagebild soll ein schneller Informationsaustausch über Angriffe auf Behörden und Unternehmen gewährleistet werden. Indem die Allianz die verschiedenen Perspektiven der beteiligten Institutionen bündelt, beschleunigt sie die Aufklärung dieser Taten massiv und ermöglicht eine engere, schlagkräftige Zusammenarbeit in konkreten Angriffsfällen. Zudem wird damit künftig durch die direkte Anbindung an das Nationale Cyber-Abwehrzentrum des Bundes der Informationsfluss von der lokalen bis hin zur Bundesebene sichergestellt.
In der Cyberabwehr Sachsen sind die Sächsische Staatskanzlei, das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, das Sächsische Staatsministerium des Innern und das Sächsische Staatsministerium der Justiz gleichberechtigt vertreten. Sie besteht aus einem Lenkungskreis auf Ebene der Amtschefs bzw. Staatssekretäre sowie einer strategischen und einer operativen Koordinierungsgruppe. Mit der Einrichtung der Cyberabwehr Sachsen setzt der Freistaat ein zentrales Vorhaben seiner Cybersicherheitsstrategie und des Koalitionsvertrages um.