Neue Ärzte für Sachsen: Erste vom Sozialministerium unterstützte Mediziner schließen Studium in Pécs ab

28.08.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Staatsministerin Köpping: »Nachwuchsprogramm »Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen« wichtiger Beitrag für die hausärztliche Versorgung in Sachsen«

Die ersten acht Absolventinnen und Absolventen, für die der Freistaat Sachsen die Studiengebühren finanziert hat, haben nun ihr Studium an der Universität Pécs in Ungarn erfolgreich beendet. Sie starten nun in die fünfjährige Weiterbildung in Sachsen, überwiegend zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Staatsministerin Petra Köpping hat die Absolventinnen und Absolventen bei einem Festakt im Freiberger »Tivoli« gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KVS) gewürdigt.

Alle Absolventen dieses Jahrgangs konnten ihr Studium mit herausragenden akademischen Leistungen abschließen. Sämtliche Mediziner erhielten dabei die Auszeichnung »summa cum laude« oder »cum laude«. Darüber hinaus wurden fünf von ihnen mit dem »Elisabeth-Ring« geehrt – dem goldenen Ehrenring der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs, der an Absolventen verliehen wird, die ihr Studium mit der Bestnote »summa cum laude« abschließen.

Der Freistaat Sachsen beteiligt sich seit dem Jahr 2020 an der Finanzierung des Nachwuchsprogramms der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) "Studieren in Europa - Zukunft in Sachsen". Es entstanden damit jährlich bis zu 20 weitere Studienplätze. Bereits seit 2013 übernehmen die KVS und die Krankenkassen pro Jahrgang die Studiengebühren für 20 Medizinstudienplätze an der Universität Pécs.

Gesundheitsministerin Petra Köpping: "Das Nachwuchsprogramm in Pécs ist eine Erfolgsgeschichte. Davon konnte ich mich bei meinem Besuch 2023 in Pécs persönlich überzeugen. Es ist schön, dass wir wieder Absolventinnen und Absolventen aus dem innovativen Nachwuchsprogramm der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen zurück in der Heimat begrüßen können. Besonders freue ich mich, dass dieses Jahr erstmalig Absolventinnen und Absolventen dabei sind, welche vom Sozialministerium unterstützt wurden. Die zusätzlichen Medizinstudienplätze in Ungarn ermöglichen vielen jungen Menschen, in ihrem verantwortungsvollen Traumberuf zu arbeiten. Gleichzeitig werden sie zukünftig die hausärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen Sachsens verbessern. Dies ist ein positives Signal gerade auch für Menschen, die außerhalb der Ballungszentren leben. Ich wünsche allen Absolventinnen und Absolventen alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt, vor allem für ihre fachärztliche Weiterbildung in Sachsen.«

Dr. med. Stefan Windau, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen: »Die enge Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Sozialministerium bei diesem Modellprojekt ist von zentraler Bedeutung für die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel, sowohl in der Bevölkerung als auch in der Ärzteschaft, wird diese Partnerschaft immer wichtiger. Als KV Sachsen ist es unser zentrales Anliegen, den jungen Ärztinnen und Ärzten den Weg in die Niederlassung zu ebnen, denn nur so lässt sich die ambulante Versorgung der Bevölkerung dauerhaft sichern. Den diesjährigen Absolventinnen und Absolventen wünsche ich, dass sie ihre fachärztliche Weiterbildung mit Freude angehen und darin die Erfüllung finden, die diesen besonderen Beruf ausmacht.«

Den Programmteilnehmenden werden die Studiengebühren für die Dauer der sechsjährigen Regelstudienzeit finanziert. Im Gegenzug verpflichten sich die Studierenden, nach dem Studium die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen zu absolvieren und für mindestens fünf Jahre als Hausarzt in Sachsen außerhalb der Städte Leipzig/Markkleeberg sowie Dresden/Radebeul tätig zu sein. Das Nachwuchsprogramm kann wegen der langen Studien- und fachärztlichen Weiterbildungszeit nur langfristig die hausärztliche Versorgung in Sachsen verbessern. Doch ein guter Anfang ist gemacht.

Hintergrund
Die Sächsische Staatsregierung hat im Juni 2019 das »20-Punkte-Programm – Medizinische Versorgung 2030« beschlossen. Es beinhaltet unter anderem 90 zusätzliche Studienplätze in Sachsen, eine Landarztquote und Förderinstrumente, um bei der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum neue Wege zu gehen.

Derzeit gibt es rund 575 Programmteilnehmerinnen und Programmteilnehmer in den drei Nachwuchsprogrammen des Sozialministeriums und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen für die hausärztliche Versorgung. Neben dem Medizinstudium an der ungarischen Universität Pécs (Programm »Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen«) sind dies das Hausarztstipendium und die Landarztquote. Dazu kommt die neu eingeführte Landzahnarztquote.

Weitere Informationen zum Nachwuchsprogramm in Ungarn finden Sie hier:
https://www.kvsachsen.de/kv-sachsen/projekte/pecs

20-Punkte-Programm – Medizinische Versorgung 2030:
https://www.gesunde.sachsen.de/20-punkte-programm-medizinische-versorgung-2030-5214.html


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
zurück zum Seitenanfang