Über 50 Millionen Euro für Mitteldeutsches Infektionsschutzzentrum: Sachsen finanziert Neubau am Leipziger Klinikum St. Georg

25.08.2026, 13:05 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Staatsministerin Köpping: »Finanzierung auch mit Mitteln des Sachsenfonds wichtiges Zeichen für eine zukunftsfähige Infrastruktur des öffentlichen Gesundheitsschutzes in Sachsen«

Der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit 53,53 Millionen Euro am Neubau des Mitteldeutschen Infektionsschutzzentrums mit Sonderisolierstation am Klinikum St. Georg in Leipzig. Mit dem Vorhaben hat sich heute das Kabinett befasst.

43,53 Millionen Euro sollen dafür aus dem Landeshaushalt beigesteuert werden. Dies muss noch vom Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages bestätigt werden. Zusammen mit 10 Millionen Euro aus dem Landesarm des Sachsenfonds, die das Kabinett heute freigegeben hat, wird somit der Weg bereitet, um zeitnah einen entsprechenden Vertrag mit dem Klinikum St. Georg schließen zu können.

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Bei dem Neubau des Mitteldeutschen Infektionsschutzzentrums handelt es sich um ein bedeutendes Investitionsvorhaben im Freistaat Sachsen. Wir stärken damit die Krisenfestigkeit unserer Infrastruktur und Daseinsvorsorge in Sachsen nachhaltig. Ich freue mich, dass wir heute die Finanzierung für das Vorhaben auf den Weg bringen konnten. Dies ist auch ein wichtiges Zeichen für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung in Sachsen.«

Das Klinikum St. Georg in Leipzig verfügt als einzige Einrichtung in Sachsen über eine Sonderisolierstation für Personen mit lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten wie z.B. Lungenpest oder Ebola. Die Bundesländer sind gemäß Infektionsschutzgesetz verpflichtet, solche Einrichtungen vorzuhalten. Die Einrichtung ist integraler Bestandteil des sächsischen Infektionsschutzes und als eines von bundesweit sieben Behandlungszentren des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) beim Robert Koch-Institut ausgewiesen.

Für einen auch weiterhin sicheren und den aktuellen Anforderungen entsprechenden Betrieb ist ein Neubau erforderlich. Damit die gesetzlichen Verpflichtungen des Freistaates Sachsen erfüllt sind, werden in dem Neubau eine Sonderisolierstation mit 12 Betten sowie eine Quarantänestation mit 8 Betten finanziert.

Mit anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Thüringen, sollen Vereinbarungen über die Beteiligung an der Finanzierung geschlossen werden.

»Mit dem geplanten Neubau des Mitteldeutschen Infektionsschutzzentrums wollen wir weiterhin Menschen mit hochansteckenden und lebensbedrohlichen Erkrankungen sicher versorgen – weit über die Grenzen Sachsens hinaus. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt steht seit Jahren an unserer Seite und hat wichtige Vorhaben unseres Hauses immer wieder mitgetragen. Wir danken dem SMS für die verlässliche Unterstützung«, erklären Claudia Pfefferle und Prof. Dr. Michael Geißler, Geschäftsführung des Klinikums St. Georg.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
zurück zum Seitenanfang