Ermittlungserfolg in einem Friends-Scamming Fall | Falsches Nummernschild führt zu Durchsuchungsbeschluss | Erheblicher Geschwindigkeitsverstoß auf der A 9

11.08.2026, 12:48 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig Nr. 276|26

Verantwortlich: Paul Engelmann (pe), Moritz Peters (mp), Therese Leverenz (tl)

Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig: Ermittlungserfolg in einem Friends-Scamming Fall

Ort: Stadtgebiet Leipzig
Zeit: 01.07.2025 bis 30.03.2026

Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig führten in einem Fall des sogenannten "Friends-Scamming" erfolgreich Ermittlungen durch, welche zum Erlass eines Haftbefehls gegen den Tatverdächtigen und dessen Festnahme in den Niederlanden führten.

Das Scamming begann im Juli 2025 mit dem Betreten einer Arztpraxis im Leipziger Stadtgebiet. Der spätere Tatverdächtige (63, deutsch) trat dabei gegenüber einer Ärztin als Privatpatient unter einem falschen Namen auf.

Der 63-Jährige gaukelte der Ärztin unter Verwendung verschiedener Legenden insgesamt sieben Mal wahrheitswidrig vor, kurzzeitig Geldbeträge zu benötigen. Dabei gab er unter anderem bewusst wahrheitswidrig an, Polizist bei Interpol zu sein, eine Ausbildung als Opernsänger zu haben, in Tunesien Hunde zu retten und aufgrund verschiedener Erkrankungen und vermeintlich notwendigen Operationen die finanzielle Hilfe der geschädigten Ärztin zu benötigen.

Der Tatverdächtige erlangte fortlaufend das Vertrauen der Ärztin und veranlasste sie dadurch insgesamt 200.000 Euro an den Tatverdächtigen auszuhändigen - im Glauben daran, dem Patienten freundschaftlich zu helfen.

Danach verschwand der Tatverdächtige und setzte sich zunächst ins Ausland ab. Die Ärztin brachte den Betrug zur Anzeige.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Leipzig konnte der Tatverdächtige in den Niederlanden aufgespürt, schließlich Mitte Mai 2026 durch niederländische Polizisten festgenommen werden und soll nunmehr in die JVA Leipzig überführt werden.

Die Ermittlungen dauern an. (pe)

Falsches Nummernschild führt zu Durchsuchungsbeschluss

Ort: Borsdorf (Zweenfurth)
Zeit: 10.08.2026, gegen 19:30 Uhr

Eine Verkehrskontrolle wegen Ruhestörung endete mit einer Bedrohung gegenüber Polizeibeamten und einem Durchsuchungsbeschluss.

Ein Anwohner in Zweenfurth rief Montagabend die Polizei, da ein 40-Jähriger (deutsch) den Motor eines Motorrads stark aufgedreht und absichtlich Fehlzündungen provoziert hatte, wodurch es zu einer Ruhestörung kam. Als die Einsatzkräfte des Polizeireviers Leipzig-Südost den Mann fahrend antrafen, stellten sie fest, dass das Kennzeichen gefälscht war und der Mann gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen hatte. Der 40-jährige Fahrer, der für die Aprilia keine Fahrerlaubnis besaß, flüchtete auf ein Grundstück und schloss die Zufahrt. Zur Sicherstellung des Motorrads wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss für das Grundstück erlassen. Hinter dem Grundstückszaun beleidigte der 40-Jährige die Beamten, stieg dann über den Zaun und bedrohte die Einsatzkräfte mit einem spitzen Gegenstand.

Da von ihm eine Gefahr ausging, wurde der Fachdienst Einsatzzüge mit einer Einheit für lebensbedrohliche Einsatzlagen hinzugerufen. Diese kam jedoch nicht zum Einsatz, da er in der Zwischenzeit zurück auf das Grundstück in eine Wohnung ging. Ein anderer Anwohner öffnete die Zufahrt, sodass der Fachdienst Einsatzzüge das Motorrad sicherstellen konnte. Während der Maßnahme kam auch eine Drohne zum Einsatz. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Widerstand gegen Polizeibeamte, Beleidigung und Bedrohung aufgenommen. (mp)

Erheblicher Geschwindigkeitsverstoß auf der A 9

Ort: Bundesautobahn 9, Kilometer 119,8 in Richtung München
Zeit: 10.08.2026, gegen 09:45 Uhr

Beamte des Autobahnpolizeireviers stellten am gestrigen Tag einen erheblichen Geschwindigkeitsverstoß auf der A9 fest.

Die Beamten führten zivile Streifentätigkeiten auf der Autobahn 9 durch. Kurz nach dem Schkeuditzer Kreuz in Fahrtrichtung München fiel ihnen ein BMW 330e xDrive auf, der in einem auf 80 km/h begrenzten Bereich mit deutlich über 120 km/h unterwegs war. Die Beamten konnten den 47-jährigen Fahrer anhalten und kontrollieren. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Der Verstoß kann eine Geldbuße von 320 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein einmonatiges Fahrverbot zur Folge haben. Zivile Streifen werden regelmäßig auf den Autobahnen durchgeführt, um insbesondere Geschwindigkeitsverstöße und Abstandsverstöße festzustellen und konsequent zu ahnden. (tl)


Kontakt

Polizeidirektion Leipzig

Pressesprecher Olaf Hoppe
Telefon: +49 341 966 44400
Telefax: +49 341 966 43185
E-Mail: medien.pd-l@polizei.sachsen.de
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