Sächsisch ist nicht gleich Sächsisch

29.07.2026, 09:02 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

»SACHSENKLISCHEES«: Neue Kurzfilmserie von »So geht Sächsisch.« ab sofort abrufbar

Dresden (29. Juli 2026) – Vorurteile über Sachsen und den sächsischen Dialekt gibt es wie Sand am Elbestrand. Und dennoch ist Sächsisch nicht gleich Sächsisch und Sachsen nicht gleich Sachsen. Doch was passiert eigentlich, wenn die Sachsen selbst untereinander übereinander sprechen? Was denkt der Erzgebirger über die Leipziger, was meint der Dresdner über die Oberlausitzer zu wissen und wie sieht die Vogtländerin den Rest des Freistaats?

Mit der neuen dreiteiligen Kurzfilmserie »SACHSENKLISCHEES« ergründet die Standortkampagne »So geht Sächsisch.« genau jene Wahrnehmungen, die Menschen im Freistaat über Ihre Nachbarregionen im eigenen Bundesland haben.
Gemeinsam mit den Kabarettisten Gunter Böhnke aus Leipzig und Therese Langhof-Thomas (alias Landrätin Resi) aus dem Vogtland sowie dem Oberlausitzer Musiker KurtL, der Dialektfluencerin Kristina vom Dorf aus Südwestsachsen, dem Dresdner Comedian Tim May und dem Erzgebirgsoriginal Jörg Heinicke begeben sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine erkenntnisreiche und humorvolle Reise zu gegenseitigem Verständnis. Am Ende steht für alle die Erkenntnis, dass alle Regionen Sachsens lebens- und liebenswerte Orte sind.

Regierungssprecher Ralph Schreiber: »Das ´Sächsische´ als einheitliche Sprache oder Mentalität gibt es gar nicht. Sachsen steht vielmehr für eine beeindruckende Vielfalt – an Dialekten, Traditionen und Charakteren. Diese Kultur und diese Unterschiede machen uns aus und das gilt es zu bewahren und auch an nachfolgende Generationen weiterzugeben.«

Sächsische Originale

Für die Serie wurde mit bekannten, sächsischen Persönlichkeiten gedreht, die sich nur zu gern über ihre Nachbar-Sachsen äußerten.

Der Leipziger Gunter Böhnke gehört zu den bekanntesten Kabarettisten Sachsens. Der gebürtige Dresdner ist Mitbegründer des Leipziger Kabaretts »academixer« und begeistert seit Jahrzehnten mit feinsinnigem Humor, sprachlicher Präzision und seiner Liebe zur sächsischen Mundart. Neben seiner Arbeit auf der Bühne ist er als Autor und Übersetzer tätig und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die sich humorvoll mit Sachsen, seinen Menschen und seiner Sprache beschäftigen. Gemeinsam mit Peter Ufer veröffentlichte er zudem ein Wörterbuch der sächsischen Sprache. Mit seinem unverwechselbaren Witz und seiner großen Verbundenheit zur Region zählt Gunter Böhnke zu den prägenden Persönlichkeiten der sächsischen Kulturlandschaft.

Therese Langhof-Thomas aus dem Vogtland, alias »Landrätin Resi«, gehört zu den bekanntesten Kabarettistinnen und Mundartbotschafterinnen des Vogtlands. In ihrer Paraderolle der Landrätin begeistert sie mit pointiertem Humor, schlagfertigen Kommentaren und unverwechselbarem vogtländischen Dialekt. Ob auf der Bühne, im Radio oder bei Veranstaltungen – mit Charme und Augenzwinkern greift sie Alltagsthemen auf und vermittelt zugleich die Besonderheiten ihrer Heimat. Die gebürtige Plauenerin engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt der vogtländischen Mundart und regionaler Traditionen. Mit ihrer authentischen Art verbindet sie Unterhaltung und Heimatverbundenheit und zählt heute zu den prägenden kulturellen Persönlichkeiten des Vogtlands.

Steffen Lindner alias KurtL aus der Oberlausitz ist weit über die Oberlausitz hinaus bekannt. Der Mundartmusiker verbindet handgemachte Musik mit humorvollen und nachdenklichen Texten – konsequent in oberlausitzer Mundart. Mit Gitarre, Mundharmonika und Bass erzählt er Geschichten aus dem Alltag, von den Menschen seiner Heimat und den kleinen Besonderheiten des Lebens. Ob solo oder mit Band, KurtL begeistert sein Publikum mit Authentizität, musikalischer Vielfalt und einer gehörigen Portion Selbstironie. Seine Lieder leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der regionalen Sprachkultur und machen die Oberlausitzer Mundart auf unterhaltsame Weise einem breiten Publikum zugänglich.

Kristina vom Dorf alias die Sachsen-Muddi zählt zu den bekanntesten Botschafterinnen der sächsischen Sprache im digitalen Raum. Als Autorin, Journalistin und Dialektfluencerin begeistert sie mit humorvollen Videos, Büchern und Lesungen ein breites Publikum. Mit viel brachialem Witz erklärt sie sächsische Redewendungen, räumt mit Vorurteilen auf und zeigt, wie modern, lebendig und liebenswert der Dialekt sein kann. Ihre Beiträge erreichen ein Millionenpublikum und wecken besonders bei jungen Menschen Begeisterung für die sächsische Mundart. So verbindet sie auf einzigartige Weise Heimatverbundenheit, Humor und zeitgemäße Kulturvermittlung.

Tim May ist Dresdner, Spätshopbesitzer und Comedian. Mit seinem Humor und seinem feinen Gespür für den sächsischen Alltag begeistert er auf der Bühne und in den sozialen Medien ein stetig wachsendes Publikum. Seine Geschichten drehen sich um Begegnungen in seinem »Späti«, skurrile Alltagssituationen und die kleinen Eigenheiten des Lebens in Sachsen. Als Unternehmer und Entertainer verbindet Tim May gelebte Nachbarschaft mit moderner Unterhaltung. So steht er für eine junge Generation sächsischer Humoristen, die Regionalität, Bodenständigkeit und zeitgemäßen Witz auf sympathische Weise miteinander verbindet.

Jörg Heinicke aus Annaberg-Buchholz ist Musiker, Komponist und engagierter Bewahrer der erzgebirgischen Musikkultur. Mit seiner Leidenschaft für traditionelle Klänge und moderne Arrangements prägt er seit vielen Jahren das kulturelle Leben der Region. Ob als Instrumentalist, musikalischer Leiter oder Komponist – seine Projekte verbinden Heimatverbundenheit mit musikalischer Vielfalt. Besonders am Herzen liegt ihm die Pflege des erzgebirgischen Liedguts und die Weitergabe regionaler Traditionen an kommende Generationen. Mit seinem Engagement, seiner Kreativität und seiner tiefen Verwurzelung im Erzgebirge leistet Jörg Heinicke einen wichtigen Beitrag zur lebendigen Musik- und Kulturlandschaft Sachsens.

Gedreht wurde unter anderem in der Alten Mangel in Ebersbach-Neugersdorf, der Burg Mylau im Vogtland, der KohleWelt Oelsnitz/Erzgeb. und der Bülow Residenz in Dresden.

Alle Folgen sind ab sofort unter https://www.so-geht-saechsisch.de/dialekt/sachsenklischees abrufbar und werden auch in den Social Media-Kanälen der Standortkampagne »So geht Sächsisch.« veröffentlicht.


Kontakt

Sächsische Staatskanzlei

Regierungssprecher Ralph Schreiber
Telefon: +49 351 564 10300
Telefax: +49 351 564 10309
E-Mail: presse@sk.sachsen.de
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