Von Bakterien, Giftstoffen und was die Überwachungsbehörden in dem Zusammenhang leisten – Bericht über die amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2024 und 2025

29.06.2026, 10:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Verbraucherschutzministerin Köpping: »Täglicher Einsatz sorgt für Vertrauen und hilft, unsere Gesundheit zu schützen!«

Verbraucherschutzministerin Petra Köpping stellte heute bei der Emil Reimann GmbH in Dresden den Verbraucherbericht »Amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2024 und 2025« vor. In den vergangenen beiden Jahren wurden vom sächsischen Kontrollpersonal insgesamt mehr als 77.600 Kontrollen bei Lebensmittelunternehmern, sowie 1.480 Kontrollen im Bereich Futtermittel durchgeführt.

Bei 5 Prozent der kontrollierten Lebensmittelbetriebe und 12 Prozent der kontrollierten Futtermittelbetriebe wurden »Verstöße« gegen geltendes Recht festgestellt, d.h. es wurden durch das Kontrollpersonal erhebliche Mängel erkannt, die durch amtliche Maßnahmen beseitigt oder geahndet wurden. Hinzu kamen über 40.000 amtlich entnommene Lebensmittel- und Futtermittelproben. Wie in den vergangenen Jahren auch, wurde ca. jede 6. Lebensmittelprobe sowie. ca. jede 10. Futtermittelprobe beanstandet. Ursächlich waren weit überwiegend Kennzeichnungsmängel, gefolgt von mikrobiologischen Kontaminationen.

Verbraucherschutzministerin Köpping: »Die Zahlen zeigen deutlich, dass auch in den Jahren 2024 und 2025 die Sicherheit der in Sachsen erhältlichen Lebens- und Futtermittel auf einem sehr guten Niveau lag und die hier ansässigen Lebensmittel- und Futtermittelunternehmer ihrer Verantwortung nachgekommen sind. In der sächsischen Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung orientieren wir uns bei Kontrollen und Probenahmen stets auch an aktuellen Geschehnissen und Herausforderungen, um den aktiven Verbraucherschutz weiter voran zu bringen. Regelmäßig werden spezielle Landesüberwachungsprogramme zu Fragestellungen und Themen von besonderer Relevanz durchgeführt. Auch wird das Methodenspektrum der Landesuntersuchungsanstalt stetig erweitert.«

So wurde beispielsweise in den vergangenen beiden Jahren die Ganzgenomsequenzierung erfolgreich etabliert. Dabei handelt es sich um eine molekularbiologische Methode zur Untersuchung von Bakterien, die lebensmittelbedingte Erkrankungen auslösen können. Die gewonnen Erkenntnisse helfen bei der schnelleren Aufklärung von Erkrankungsgeschehen und sollen künftig präventiv der Vermeidung eben dieser dienen. Die Verbraucherbroschüre verrät, wie das funktioniert und gibt spannende Einblicke, was moderne Technik und wissenschaftliches Know-how leisten können.

Der Jahresbericht 2024 und 2025 informiert zudem über die tägliche Arbeit des sächsischen Kontroll- und Untersuchungspersonals. Neben einer detaillierten Statistik und Berichten zu einzelnen als gesundheitsschädlich erkannten Lebensmitteln sowie anderen Produkten werden aktuelle Themen der vergangenen beiden Jahre verbrauchernah dargestellt. So wird zum Beispiel vom gehäuften Auftreten von Meldungen im europäischen Schnellwarnsystem RASFF zur Kontamination von Säuglingsnahrung mit dem bakteriellen Toxin Cereulid berichtet. Zudem erfahren Eltern und Großeltern, welche Gefahr der Verzehr des beliebten Sommertrends Slusheis für Kleinkinder bringen kann oder Sportler und gesundheitsbewusste Personen, welche Versprechen Proteinpulver und Nahrungsergänzungsmittel halten können und wo Skepsis erlaubt ist. Tierbesitzer werden über das so genannte »Werwolf-Syndrom« aufgeklärt.

Staatsministerin Köpping abschließend: »Was auf unseren Tellern und in den Futtertrögen unserer Tiere landet, muss sicher sein – darauf müssen sich alle verlassen können. Dass das gelingen kann, ist vor allem den Kolleginnen und Kollegen der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung zu verdanken. Ihr täglicher Einsatz sorgt für Vertrauen und hilft, unsere Gesundheit zu schützen.«

Weitere Informationen:

Den Bericht »Amtliche Lebensmittel und Futtermittelüberwachung 2024 und 2025« finden Sie hier: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/50456


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
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