Staatsministerin und Stiftungsratsvorsitzende Barbara Klepsch erinnert an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953
16.06.2026, 10:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Morgen vor 73 Jahren, am 17. Juni 1953, erhoben sich in der gesamten DDR hunderttausende Bürgerinnen und Bürger gegen wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, politische Unterdrückung und fehlende Freiheitsrechte. Der Protest wurde mit Unterstützung sowjetsicher Panzer brutal niedergeschlagen. Mindestens 50 Menschen verloren dabei ihr Leben, Tausende wurden zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Zahlreiche Verurteilte wurden in der Haftanstalt Bautzen inhaftiert, die heute als Gedenkstätte an das politische Unrecht erinnert.
Anlässlich des morgigen Jahrestages des Volksaufstandes erinnert die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus und Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Barbara Klepsch an die Opfer von Gewalt und politischer Verfolgung in der DDR: »Wir erinnern an den Mut der Menschen, die am 17. Juni 1953 für Freiheit und Selbstbestimmung ihr Leben riskierten und vielfach mit schweren Repressionen bezahlen mussten. Ihr Vermächtnis ist für uns Verpflichtung – gerade in einer Zeit, in der unsere Demokratie von innen und von außen angegriffen wird.«
Auch in Sachsen kam es zu landesweiten Streiks und Demonstrationen; Zentren waren die Städte Dresden und Leipzig sowie die Region Ostsachsen. Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur, der kommunistischen Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Sie erschließt und bewahrt historische Orte politischer Gewaltverbrechen und politischen Unrechts im Freistaat Sachsen und gestaltet sie als Orte historisch-politischer Bildung. Staatsministerin Barbara Klepsch ist Stiftungsratsvorsitzende.