Polizeieinsatz Döbeln
12.06.2026, 20:46 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Medieninformation der Polizeidirektion Chemnitz Nr. 216|2026
Stand: 20:30 Uhr
Landkreis Mittelsachsen
Polizeieinsatz
Zeit: 12.06.2026
Ort: Döbeln
(1747) Die Polizeidirektion Chemnitz führte heute einen Polizeieinsatz anlässlich zweier Versammlungen und einer Veranstaltung in Döbeln durch. In Veranstaltungsräumlichkeiten in der Fichtestraße fand eine Podiumsdiskussion mit Teilnehmern aus der Politik statt. Die beiden Versammlungen stellten einen Gegenprotest zur Podiumsdiskussion dar.
Am Hauptbahnhof Döbeln trafen sich gegen 15:30 Uhr erste Teilnehmer einer Gegenversammlung. Diese begann um 16:15 Uhr mit einer Auftaktkundgebung. Dem schloss sich ab 16:30 Uhr ein Aufzug mit ungefähr 100 Personen über die Bahnhofstraße, Franz-Mehring-Straße, Johannisstraße, Niedermarkt und Obermarkt, Zwingerstraße, Straße des Friedens bis in die Thielestraße an. An der Kreuzung Thielestraße/Oststraße reihte sich der Aufzug in eine dortige Versammlung ein, welche um 15:50 Uhr begonnen hatte. In der Spitze waren etwa 360 Teilnehmende an der Kreuzung. Kurz vor 19:00 Uhr setzte sich ein Teil der Versammlungsteilnehmer in Bewegung und lief als Aufzug zum Hauptbahnhof zurück, wobei sie von Einsatzkräften begleitet wurden. Die Versammlung wurde seitens deren Leitung um 19:30 Uhr beendet.
Sowohl die Versammlungen als auch die Veranstaltung verliefen mit derzeitigem Stand ohne größere Vorkommnisse. Im Verlauf des Einsatzes nahmen die Beamten zwei Anzeigen wegen Beleidigungen und eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr auf. Wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird außerdem gegen einen 36-jährigen Autofahrer (deutsch) ermittelt, weil aus einem vorbeifahrenden Auto der Hitlergruß in Richtung der Versammlung gezeigt wurde. Das Fahrzeug wurde von Einsatzkräften gestoppt und der Tatverdächtige kontrolliert. Er erhielt einen Platzverweis.
Des Weiteren hatten Versammlungsteilnehmer eine Fahne geworfen, die nur knapp einen Polizisten verfehlte. Dahingehend sind Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden.
Die Polizeidirektion Chemnitz wurde heute durch die sächsische Bereitschaftspolizei und das Landeskriminalamt unterstützt. Auch Einsatzkräfte aus den Polizeidirektionen Leipzig und Dresden standen als Teil der Kommunikationsteams Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung. Insgesamt waren etwa 330 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden. (ds)