Sachsen startet erstmals »Woche der Baukultur«

06.06.2026, 12:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Vom 22. bis 26. Juni geht es um gutes Planen, einfaches Bauen, Holzbau, Kreislaufwirtschaft und Baukultur im ländlichen Raum

Sachsen bündelt erstmals zentrale Themen der Baukultur in einer landesweiten Veranstaltungswoche. Vom 22. bis 26. Juni 2026 lädt das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) zur »Woche der Baukultur« ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die Städte und Gemeinden in Sachsen unmittelbar betreffen: Wie gelingt gutes Planen? Wie kann einfacher und ressourcenschonender gebaut werden? Welche Rolle spielen Holzbau, Kreislaufwirtschaft, Klimaanpassung, sozialer Zusammenhalt und Baukultur im ländlichen Raum?

Sachsens Bauministerin Regina Kraushaar: »Baukultur ist ein Begriff, der vielen, die sich nicht in Fachkreisen bewegen, wahrscheinlich gar nicht bekannt ist. Gleichwohl spüren Menschen die Wirkung von Baukultur ganz unmittelbar: Denn Baukultur entscheidet mit darüber, ob Orte funktionieren und Menschen sich zu Hause fühlen – und damit belegt werden kann, dass öffentliche Mittel sinnvoll eingesetzt wurden. Mit der ‚Woche der Baukultur‘ zeigen wir, wie viel fachliche Erfahrung, praktische Lösungskraft und Verantwortung in Sachsen vorhanden sind – in den Städten genauso wie im ländlichen Raum.«

Die »Woche der Baukultur« bringt Fachpraxis, Kommunen, Wissenschaft, Politik und weitere Akteurinnen und Akteure zusammen. Geplant sind Fachveranstaltungen, Stadtspaziergänge, Werkstätten, Ausstellungen und Preisverleihungen. Kern der Woche sind die Verleihungen des Sächsischen Staatspreises für Baukultur am 23. Juni in Dresden und des Sächsischen Staatspreises Ländliches Bauen am 26. Juni in Graupa. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden bei den jeweiligen Verleihungen bekanntgegeben.

Zum Auftakt am 22. Juni steht im Zentrum für Baukultur in Dresden die Frage im Mittelpunkt, was gute Baukultur und integrierte Planung heute leisten müssen. Am selben Tag stellt das SMIL Instrumente vor, mit denen Kommunen bei Planungs- und Bauprozessen unterstützt werden. Stadtspaziergänge in Leipzig, Dresden und Niesky machen am Dienstag Holzbauprojekte vor Ort erlebbar.

Weitere Programmpunkte widmen sich in der Veranstaltungswoche dem einfachen Bauen in Sachsen, ländlicher Industriekultur in Zwönitz, zirkulärem Bauen, sozialem Zusammenhalt in städtischen und ländlichen Räumen, klimaresilientem Stadtumbau sowie dem Bundesforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen in Bautzen.

Die Veranstaltungen sind grundsätzlich öffentlich, sofern im Programm nicht anders angegeben. Für einzelne Termine ist eine Anmeldung erforderlich. Eine Übersicht der bislang geplanten Veranstaltungen ist dieser Medieninformation als Anlage beigefügt. Weitere Informationen sind online abrufbar unter: www.baukultur.sachsen.de

Hintergrund
Baukultur beschreibt die Qualität der gebauten Umwelt – vom einzelnen Gebäude über Straßen, Plätze und Grünräume bis zur Entwicklung ganzer Stadt- und Ortskerne. Sie betrifft damit nicht nur Architektur und Planung, sondern auch Wohnen, Mobilität, Klimaanpassung, Ressourcenschutz, Denkmalpflege und sozialen Zusammenhalt. Mit der »Woche der Baukultur« macht Sachsen beispielgebende Ansätze sichtbar und schafft Raum für Austausch zwischen Kommunen, Fachpraxis, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit.


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