Einsatz, Ehrenamt und Zusammenhalt unter einem Dach

29.05.2026, 15:02 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Mit rund drei Millionen Euro der Städtebauförderung von Bund und Freistaat: Neues Feuerwehrgerätehaus in Thum führt drei Wehren zusammen

Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, hat heute (29. Mai 2026) gemeinsam mit Thums Bürgermeister Thomas Mauersberger das neue Feuerwehrgerätehaus in Thum (Erzgebirgskreis) eingeweiht. Mit dem Neubau an der Herolder Straße werden die drei Feuerwehren der Ortsteile Jahnsbach, Herold und Thum an einem zentralen Standort zusammengeführt. Der Freistaat Sachsen und der Bund unterstützen das Vorhaben mit Städtebaufördermitteln in Höhe von insgesamt rund drei Millionen Euro. Die Einweihung ist zugleich Auftakt für ein Festwochenende zur Eröffnung des neuen Standortes.

Staatsministerin Regina Kraushaar: »Eine Freiwillige Feuerwehr ist weit mehr als ein Ort für Fahrzeuge, Ausrüstung und Einsätze. Sie ist ein Treffpunkt für Menschen, die Verantwortung übernehmen, einander vertrauen, ihre Stadt zusammenhalten – und schützen! Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus bekommt Thum einen Standort, der über Ortsteilgrenzen hinweg Sicherheit stärkt und Gemeinschaft wachsen lässt. Das ist Städtebauförderung im besten Sinne: Sie erhält nicht nur Gebäude, Straßen und Plätze, sondern stärkt die Mitte einer Stadt mit allem, was dort gebraucht wird: Daseinsvorsorge, Ehrenamt, Sicherheit, Begegnung und kurze Wege. So bleibt Thum lebendig.«

Bürgermeister Thomas Mauersberger: »Acht Jahre nachdem sich die Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehren für einen gemeinsamen Standort ausgesprochen haben, wird diese Entscheidung nun Wirklichkeit. Der Weg bis zur Umsetzung war lang und besonders die Finanzierung stellte die Stadt vor große Herausforderungen. Erst durch die erneute Aufnahme der Stadt Thum in die Städtebauförderung konnte dieses wichtige Vorhaben realisiert werden. Dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Planern und ausführenden Gewerken konnten sowohl der Zeitplan als auch das vorgesehene Budget eingehalten werden. Mit dem Neubau investieren wir nicht nur in eine moderne Infrastruktur, sondern vor allem in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sowie in die Zukunft des ehrenamtlichen Engagements. Gleichzeitig stärken wir die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr und tragen den demografischen Entwicklungen sowie den Anforderungen an eine dauerhaft gesicherte Einsatzbereitschaft Rechnung.«

Als moderner Feuerwehrstandort erfüllt das neue Feuerwehrgerätehaus die heutigen räumlichen und technischen Anforderungen: Es bietet mehrere Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge sowie einen zweigeschossigen Sozialtrakt mit Räumen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und die Arbeit der Feuerwehr. Beim Bau wurden nachhaltige Materialien und Energieeffizienz besonders berücksichtigt.

Mit Blick auf die Städtebauförderung ist der Neubau eine Schlüsselmaßnahme im Städtebaufördergebiet »Innenstadt THUM3 – lebendig, grün, gesund«. Das Hauptziel aller Maßnahmen im Fördergebiet ist es, die Innenstadt von Thum als Versorgungs- und Gesundheitszentrum weiterzuentwickeln und zugleich als grünes, lebenswertes Zentrum für alle Generationen zu stärken. Das neue Feuerwehrgerätehaus trägt dazu bei, wichtige Funktionen der Daseinsvorsorge zu bündeln und die Infrastruktur der Stadt langfristig zu sichern.

Die Gesamtkosten für den Neubau betrugen rund 4,5 Millionen Euro. Davon wurden insgesamt rund drei Millionen Euro über Städtebaufördermittel des Bundes und des Freistaates Sachsen finanziert. Zusätzlich erhielt das Vorhaben einen Zuschuss in Höhe von rund 300.000 Euro aus dem Bundesprogramm »Klimafreundlicher Neubau Nichtwohngebäude – Kommunen«. Vorbereitende Maßnahmen wurden unter anderem mit Mitteln der Europäischen Union in Höhe von rund 78.000 Euro aus dem EFRE-Programm unterstützt. Mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses auf dem Gelände des ehemaligen Garagenhofes an der Herolder Straße konnte bereits im Jahr 2023 begonnen werden. Die Förderung in der Innenstadt von Thum im Städtebauförderprogramm »Lebendige Zentren« startete ebenfalls 2023 und läuft voraussichtlich bis Ende 2037. Weitere Vorhaben im Fördergebiet sind die Revitalisierung des ehemaligen Kaiserlichen Postamtes zum Gesundheitszentrum oder die Grün- und Freiflächengestaltung am Uferbereich des Jahnsbach.

Hintergrund
Das Bund-Länder-Programm »Lebendige Zentren« der Städtebauförderung unterstützt Städte und Gemeinden bei der Entwicklung ihrer Stadt- und Ortskerne, historischen Altstädte und Ortsteilzentren. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Revitalisierung, zur Standortaufwertung und zur Stärkung der Nutzungsvielfalt. Ziel ist es, Zentren als attraktive und identitätsstiftende Orte für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft, Kultur und Bildung zu erhalten und weiterzuentwickeln.


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Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung

Ansprechpartner Annegret Fischer
Telefon: +49 351 564 50021
E-Mail: medien@smil.sachsen.de
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