B 169, Verlegung Riesa – Salbitz, 3. Bauabschnitt – Archäologische Ausgrabungen im zweiten Nordabschnitt
18.05.2026, 15:04 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Heute (18. Mai 2026) sind im Zuge der geplanten Verlegung der Bundesstraße B 169 zwischen der B 6 und Salbitz die archäologischen Ausgrabungen im zweiten nördlichen Teilabschnitt gestartet. Damit wird die nächste Grabungsstufe zur Sicherung und Bergung der im Rahmen der Vorsondierung festgestellten Funde umgesetzt.
Die Arbeiten im Auftrag der Niederlassung Leipzig des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr gehören zu den bauvorbereitenden Maßnahmen für den insgesamt 7,8 Kilometer langen Ausbauabschnitt.
Im zweiten Nordabschnitt werden die obersten 10 bis 30 Zentimeter des Bodens, die sogenannte humose Oberbodenschicht, in sechs größeren Bereichen zwischen Bloßwitz und der B 6 vollständig abgetragen. In diesen Flächen hatten sich bereits in der ersten Grabungsstufe von August bis November 2024 zahlreiche archäologische Befunde gezeigt. Diese werden nun sorgfältig freigelegt, dokumentiert und geborgen. Insgesamt 18 Archäologinnen und Archäologen arbeiten dafür in mehreren Teams voraussichtlich bis Herbst 2026 vor Ort. Die Region ist aufgrund ihrer fruchtbaren Böden und der langen Siedlungsgeschichte besonders fundreich.
Die archäologischen Arbeiten erfolgen auf Grundlage des bestandskräftigen Planfeststellungsbeschlusses. Die Kosten für die Erdarbeiten belaufen sich für diesen Abschnitt auf rund 300.000 Euro und werden aus dem Haushalt der Bundesrepublik Deutschland finanziert.
Mit dem Beginn der Grabungen im zweiten Nordabschnitt wird ein weiterer Meilenstein zur Realisierung des bedeutenden Infrastrukturprojekts gesetzt. Die Region rückt damit dem lang erwarteten Ausbau der B 169 erneut ein Stück näher.
Ab Sommer 2026 folgen die weiteren Ausgrabungen der Grabungsstufe 2 im Südabschnitt. Insgesamt wird eine Fertigstellung der archäologischen Arbeiten bis Mitte 2027 angestrebt. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die Hauptbauleistungen weiter. Ab 2027 sollen die umfangreichen Erd-, Brücken- und Straßenbauarbeiten beginnen, mit einem Schwerpunkt im Bereich Salbitz sowie ersten Erdbauleistungen im Norden.