TU Dresden erneut erfolgreich in Auswahlrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft
15.05.2026, 10:04 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Großer Erfolg für zwei Sonderforschungsbereiche an der Technischen Universität Dresden:
In der aktuellen Auswahlrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) haben sich zwei Forschungsprojekte in den Bereichen Gesundheit und Verkehrswissenschaften mit ihren Fortsetzungsanträgen durchgesetzt. Sie werden mit insgesamt 22 Millionen Euro für weitere vier Jahre gefördert. Das hat der Bewilligungsausschuss der DFG entschieden.
Gemeinsam mit ihren Partnern überzeugte die TU Dresden mit dem Sonderforschungsbereich/Transregio »Nukleinsäure-Immunität«, der dank der Förderentscheidung in die dritte und letzte Förderperiode, die sogenannte Erntephase, gehen kann.
Für das Verbundvorhaben »Digitaler Zwilling Straße – Physikalisch-informatorische Abbildung des Systems »Straße der Zukunft«« ist nun die zweite Förderrunde bewilligt.
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: »Ich gratuliere der TU Dresden herzlich zu diesem Erfolg. Mit dieser DFG-Förderung kann sie zusammen mit ihren Partnern ihre exzellenten wissenschaftlichen Forschungs- und Qualifizierungsvorhaben fortführen. Einmal mehr wird sichtbar, wie Spitzenforschung und die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln einander bedingen.«
Hintergrund:
- Sonderforschungsbereich/Transregio »Digitaler Zwilling Straße – Physikalisch-informatorische Abbildung des Systems »Straße der Zukunft«« – TU Dresden und RWTH Aachen:
Das Verbundvorhaben »Digitaler Zwilling Straße« mit Prof. Dr.-Ing. Michael Kaliske von der TU Dresden als Sprecher, widmet sich einer übergreifenden Betrachtung und Erforschung der gegenseitigen Beeinflussung von Fahrzeug- und Infrastrukturkomponenten. Im Zentrum der Forschung steht die Entwicklung eines »Digitalen Zwillings Straße«, der das System »Straße der Zukunft« abbilden soll. Ziel ist eine intelligente, nachhaltige und effiziente Nutzung der Straßeninfrastruktur. Besonders hervorzuheben ist der interdisziplinäre und holistische Ansatz des Verbundes, der ingenieurwissenschaftliche, physikalisch-modellierende, daten-wissenschaftliche sowie psychologische Aspekte in vorbildlicher Weise integriert und dabei auch Fragen der Nachhaltigkeit sowie die verschiedenen Stakeholderperspektiven berücksichtigt.
- Sonderforschungsbereich Transregio »Nukleinsäure-Immunität« – TU Dresden, Ludwig-Maximilians-Universität München, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Das Projekt »Nukleinsäure-Immunität« arbeitet mit Professorin Dr. Min Ae Lee-Kirsch von der TU Dresden als Sprecherin. Durch die Entschlüsselung der Prozesse, mit denen das Immunsystem anhand von Nukleinsäuren bestimmte Gefahren erkennt, werden Erkenntnisse generiert, die fundamentalen Einfluss auf unser Verständnis von Immunität und auf die Behandlung von bspw. Infektionen, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen und Krebs haben. In der Etablierung dieses Forschungsgebietes in den vergangenen Jahren hat der Verbund eine wichtige Rolle gespielt. Seitdem hat das Thema immer weiter an Sichtbarkeit und Aktualität gewonnen. Die bahnbrechenden Arbeiten bilden eine tragfähige Basis für spannende Forschung und Translation in den abschließenden vier Jahren der Förderung und auch weit darüber hinaus.