Blutsaugende Zecken und Mücken: Neues Informationsmaterial klärt über Gefahren auf

27.04.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Gesundheitsministerin Köpping: »Informieren – und Mithelfen, die Ausbreitung zu verhindern!«

Um über die gesundheitlichen Gefahren, die von bestimmten blutsaugenden Gliederfüßern wie Zecken und Mücken ausgehen, aufzuklären, hat die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) gemeinsam mit dem Sozialministerium Flyer sowie einen Erklärfilm erstellt. Darüber hinaus informieren sie auf ihrer Webseite über Zecken, die Asiatische Tigermücke und vektorübertragene Krankheitserreger in Sachsen.

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Die gesundheitlichen Gefahren, die mit der Ausbreitung bestimmter Gliederfüßer einhergehen, sind beträchtlich. Darum ist es wichtig, dass wir diese kennen und bestimmte Verhaltensregeln beachten. Dazu gehört einerseits, dass wir zum Beispiel mögliche Brutstätten, die die Tigermücke schon in kleinsten Wasseransammlungen findet, beseitigen. Anderseits ist es wichtig, den Fund oder die Sichtung von Tigermücken zu melden. Und im Falle der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis können wir dem Infektionsrisiko am besten mit einer Impfung begegnen.«

Lebewesen, die Krankheitserreger von einem infizierten Wirt auf andere Tiere oder den Menschen übertragen, nennt man Vektoren. Dabei handelt es sich häufig um blutsaugende Gliederfüßer. Zu den vektorübertragenen Infektionskrankheiten zählen beispielsweise die zeckenübertragene Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In Deutschland sind vor allem Zecken und zunehmend auch Stechmücken bedeutsame Vektoren. Globalisierung und Klimaerwärmung begünstigen die Ausbreitung eingeschleppter Vektoren und beeinflussen in komplexer Weise die Aktivität von Vektoren, ihren Wirtstieren und den übertragenen Krankheitserregern.

Im Dresdner Stadtteil Neustadt wurde 2024 erstmals in Sachsen die invasive Asiatische Tigermücke nachgewiesen. Sie kann tropische Krankheitserreger wie das Chikungunya-, Dengue- und Zika-Virus übertragen, die bisher in Deutschland nur bei Reiserückkehrern auftreten. Seit einigen Jahren kommt das wärmeliebende West-Nil-Virus in Deutschland vor, das durch heimische Mückenarten übertragen wird. Auch die Auwaldzecke hat sich in den letzten Jahren weiter in Deutschland verbreitet. Zusätzlich weist das Robert-Koch-Institut regelmäßig neue Landkreise als FSME-Risikogebiete aus.

Mehr Informationen: https://www.lua.sachsen.de/vektoren.html

Download/Bestellung Flyer »Asiatische Tigermücke«: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/49973

Download/Bestellung Flyer »Zecken«: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/49953

Erklärfilm Asiatische Tigermücke: https://www.youtube.com/watch?v=QgUnGhVN_90


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
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