Historischer Clemens-Winkler-Bau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg wird fit für die Zukunft
21.04.2026, 11:01 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Unter Leitung der Außenstelle Freiberg der Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) erfolgt derzeit die umfangreiche Sanierung des historischen Clemens-Winkler-Baus der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (TU BAF). Ziel der Maßnahmen ist es, die Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung nachhaltig zu verbessern. Dafür wird nun auch das über 70 Jahre alte Institutsgebäude statisch, brandschutztechnisch und energetisch auf den aktuellen Standard gebracht.
In Vorbereitung auf die grundlegende Gesamtsanierung des Altbaus wurde seit Mitte des Jahres 2025 eine umfangreiche Schadstoffsanierung durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Aktuell laufen die Arbeiten zur Abdichtung des Sockelgeschosses gegen drückendes Wasser und Radon auf Hochtouren. Ab Juni beginnt die umfassende Ertüchtigung des fast 140 Meter langen Gebäuderiegels. Dabei sind teils tiefgreifende Eingriffe in die historische Bausubstanz erforderlich, die unter besonderer Berücksichtigung des Denkmalschutzes erfolgen. Den Auftakt bilden umfangreiche Abbrucharbeiten im Inneren, bevor im kommenden Jahr die Gebäudehülle in den Fokus rückt. Ein besonderes Augenmerk gilt dem markanten Hörsaalanbau: Seine charakteristischen Elemente aus der Entstehungszeit von 1954 sollen weitgehend erhalten werden. Dazu zählt auch das historische Hörsaalgestühl, das denkmalgerecht und mit handwerklicher Sorgfalt aufgearbeitet werden wird und somit künftig weiterhin genutzt werden kann.
Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts und durch Fördermittel der Europäischen Union (EFRE). Die genehmigten Gesamtbaukosten für die Sanierung des Altbaus liegen bei rund 43 Millionen Euro.
Mit der geplanten Fertigstellung im Jahr 2029 schlägt der Clemens-Winkler-Bau dann auch architektonisch und energetisch eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach steht sinnbildlich für diesen Wandel. Der Clemens-Winkler-Altbau ist eines der prägnantesten Gebäude auf dem Universitätscampus. Der Bau ist nach dem bedeutenden Freiberger Chemiker und Professor für anorganische Chemie Clemens Alexander Winkler benannt. Dieser entdeckte 1886 das chemische Element Germanium und war von 1896 bis 1899 Rektor der Bergakademie Freiberg.