Fördermittel stärken Schulstandort Sonnenstein
20.04.2026, 11:32 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Staatsministerin Kraushaar übergibt Fördermittelbescheide an Pirnaer Bürgermeister Dreßler
Die Grundschule Sonnenstein in Pirna wird aktuell umfassend modernisiert und erweitert. Das umfasst die energetische Sanierung des Schulgebäudes, die bauliche Anbindung des Hortes sowie die Erweiterung des soziokulturellen Zentrums. Dafür stellt der Freistaat Sachsen gemeinsam mit der Europäischen Union mehr als 11 Millionen Euro Fördermittel bereit. Staatsministerin Regina Kraushaar hat heute (20. April 2026) die drei Fördermittelbescheide über rund 6,2 Millionen Euro, 2,2 Millionen Euro und 3 Millionen Euro an Pirnas Bürgermeister Markus Dreßler übergeben.
Dieses Förderpaket bildet die finanzielle Grundlage für einen zukunftsfähigen Bildungs- und Begegnungsstandort im Herzen des Sonnensteins.
Staatsministerin Regina Kraushaar: »Schulen sind weit mehr als Orte des Lernens – sie sind Ankerpunkte, Räume der Begegnung und treibende Kraft für positive Entwicklung. Genau hier setzt die nachhaltige integrierte Stadtentwicklung an: Wir denken Bildung, Infrastruktur und Quartier zusammen. Indem wir den Schulstandort in Pirna-Sonnenstein stärken, verbessern wir die Lernbedingungen für Kinder und setzen zugleich ein sichtbares Signal, dass wir den Stadtteil bei seiner Entwicklung unterstützen. Die Menschen sollen spüren, dass es sich lohnt zu bleiben, mitzumachen und dass sich gekümmert wird. So wirken Fördermittel ganz konkret vor Ort. Sie schaffen bessere Chancen für junge Menschen und geben zugleich wichtige Impulse für die langfristige Entwicklung des gesamten Stadtviertels.«
Der Umbau ist herausfordernd, da seit Beginn des Schuljahres 2025/2026 der Unterricht in ein Interimsgebäude auf der Südseite des Schulgeländes stattfindet. Dieses entspricht allen baulichen und pädagogischen Anforderungen und bietet auch während der Bauphase gute Lernbedingungen. Der bestehende Spielplatz bleibt weiterhin für die Pausengestaltung nutzbar. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist bis Ende 2027 vorgesehen. Nach Abschluss der Sanierung erfolgt der Umzug zurück in die modernisierten Schulräume, anschließend wird das Interimsgebäude zurückgebaut.
Die Sanierung umfasst nicht nur die Modernisierung des bestehenden Gebäudes, sondern auch einen Erweiterungsneubau. Künftig werden Schule, Hort und Teile der örtlichen Vereine unter einem Dach vereint. Der Neubau bietet Platz für zusätzliche Vereinsaktivitäten, eine Bibliothek, einen Veranstaltungsraum mit Gartenzugang sowie das Büro des Stadtteilmanagers – ein starkes Signal für das soziale Miteinander im Stadtteil.
Die Bauarbeiten liegen gut im Zeitplan. Die Abrissarbeiten sind abgeschlossen, und nun beginnt die Phase des Aufbaus. Beim heutigen Rundgang mit der Staatsministerin konnten bereits die künftige Mensa sowie die entstehenden neuen Spielflure erahnt werden. Im April soll der Aushub für den Erweiterungsbau beginnen.
Bürgermeister Markus Dreßler betonte die Bedeutung des Projekts: »Ich freue mich sehr über den Besuch von Frau Staatsministerin Kraushaar in Pirna und über die Übergabe der Fördermittelbescheide in Höhe von über 11 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln können wir unseren Pirnaer Weg, den Kindern an unseren Schulen moderne und bestmögliche Lernbedingungen zu ermöglichen, fortsetzen. So wird auch die Grundschule am Sonnenstein zu einer zeitgemäßen Vorzeigeschule gestaltet. In Zeiten, in denen leider oft Defizite und negative Nachrichten im Vordergrund stehen, ist die Fördermittelübergabe und die bereits laufende Neugestaltung ein Beleg dafür, dass trotz aller Herausforderungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Staatsregierung und der Europäischen Union positive Entwicklungen möglich sind und vieles in unserem Land gelingt. Für die Kinder, die ab 2028 am Pirnaer Sonnenstein hervorragende Lernbedingungen in der Grundschule und moderne Betreuungsmöglichkeiten im Hort vorfinden werden, ist das ein besonders erfreulicher Ausblick, ebenso für die vielen Vereine, die künftig moderne, zukunftsfähige Räume für ihre Angebote, für Begegnung, für soziale Arbeit und für ein lebendiges Miteinander am Sonnenstein erhalten.«
Die Förderung erfolgt über das Programm »Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung EFRE 2021-2027«. Insgesamt stehen für ganz Sachsen 196,5 Millionen Euro EU- und Landesmittel bereit, die mittlerweile vollumfänglich in Projekten in 36 Städten gebunden sind. Mit der Förderung werden Vorhaben zur Verringerung des CO2-Ausstoßes, zur Verbesserung der Stadtökologie sowie Maßnahmen zur wirtschaftlichen und sozialen Belebung benachteiligter Stadtquartiere unterstützt. Grundlage bilden gebietsbezogene und integrierte Handlungskonzepte, die von den Städten unter Beteiligung der Bevölkerung und lokaler Akteure erarbeitet wurden. Die Stadt Pirna ist mit dem Fördergebiet »Pirna Sonnenstein« am Programm beteiligt.