Nach Ausschreitungen bei Fußballspiel: Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Dresden arbeitet Vorfälle auf

07.04.2026, 14:52 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Medieninformation Polizeidirektion Dresden Nr. 174|26

Autor: Marko Laske (ml)

Landeshauptstadt Dresden

Nach Ausschreitungen bei Fußballspiel: Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Dresden arbeitet Vorfälle auf

Nach den gewalttätigen Vorfällen bei der Fußballbegegnung zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC am vergangenen Wochenende hat die Polizeidirektion Dresden eine Ermittlungsgruppe ins Leben gerufen. Diese trägt den Namen »Fahne« und besteht aktuell aus 14 Beamten. Sie wird von der Berliner Polizei unterstützt.

Der Leiter der Polizeidirektion Dresden Polizeipräsident Lutz Rodig (62): »Aufgabe der gemeinsamen Ermittlungsgruppe ist es, die Abläufe der Ausschreitungen zu erhellen und die Tatverdächtigen für ihr Handeln zur Rechenschafft zu ziehen.«

Im Zusammenhang mit den Geschehnissen hat die Dresdner Polizei zwischenzeitlich 19 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Im Fokus stehen schwerer Landfriedensbruch, Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen sowie Beleidigungen.

Lutz Rodig: »Wir werden die Ermittlungen konsequent vorantreiben. Bei der Identifizierung der Täter aus dem Umfeld von Hertha BSC zählen wir auch auf unsere Kollegen aus Berlin. Mit Blick auf die Gewalttäter aus Dresden setzen wir unter anderem auf die Fähigkeiten unserer Super-Recognizer."

Zwischenzeitlich hat die Ermittlungsgruppe »Fahne« umfangreiches Videomaterial sichergestellt. Mehr als 330 Gigabyte Material liegen vor. Kriminalisten werten diese bereits aus.

Im Rahmen der Ermittlungen sucht die Polizei nach Zeugen. Dazu wurde ein Hinweisportal unter sn.hinweisportal.de eingerichtet.

Während des Zweitliga-Heimspiels von Dynamo Dresden gegen Hertha BSC war in beiden Fanlagern wiederholt Pyrotechnik abgebrannt worden. Weiterhin kletterten Fans beider Mannschaften über Absperrzäune und lieferten sich in im Innenraum des Stadions körperliche Auseinandersetzungen. Einsatzbeamte schritten daraufhin ein, trennten die Lager und sicherten das Spielfeld. (ml)


Kontakt

Polizeidirektion Dresden

Pressesprecher Thomas Geithner
Telefon: +49 351 483 2400
E-Mail: medien.pd-dd@polizei.sachsen.de
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