Ergänzende Meldung nach Fund eines toten Säuglings

09.03.2026, 15:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

-Mutmaßliche Mutter des Säuglings meldet sich bei der Polizei-

Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig baten nach dem Fund eines toten Säuglings in der Babyklappe eines Leipziger Klinikums vom 27. Februar 2026 in ihrer gemeinsamen Medieninformation am 6. März 2026 die Bevölkerung um Mithilfe. Hinsichtlich der Einzelheiten wird hierauf Bezug genommen (Polizeidirektion Leipzig, Medieninformation Nr. 74/26 vom 6. März 2026). Kurz nach der Veröffentlichung meldete sich die mutmaßliche Mutter (39, deutsch) bei der Polizei. Durch die Kriminalpolizei wurden die erforderlichen Ermittlungen noch am gleichen Tag aufgenommen. Seitens der Staatsanwaltschaft wurde gegen die Frau aufgrund der bisher vorliegenden Erkenntnisse ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Totschlags eingeleitet. Da die rechtlichen Voraussetzungen für den Erlass eines Haftbefehls zumindest derzeit nicht gegeben sind, wurde durch die Staatsanwaltschaft von einer entsprechenden Antragstellung beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts abgesehen.

Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft insbesondere auch zur Todesursache und den Todesumständen in Bezug auf den aufgefundenen toten Säugling dauern an. Weitere Auskünfte sind daher nicht möglich. Insoweit wird um Verständnis gebeten.

Im Hinblick auf eine umfassende Aufklärung des Falles werden weiterhin Zeugen gesucht, die insbesondere zu den Umständen des Ablegens des Säuglings in der Babyklappe am Klinikum St. Georg in Leipzig am 27. Februar 2026 Feststellungen gemacht haben und hierzu Angaben gegenüber der Kriminalpolizei machen können (Telefon 0341-966 46666 und per E-Mail unter mordkommission.pd-l@polizei.sachsen.de).


Kontakt

Staatsanwaltschaft Leipzig

Pressesprecher Ricardo Schulz
Telefon: +49 341 2136 757
Telefax: +49 341 2136 780
E-Mail: presse@stal.justiz.sachsen.de

Themen

zurück zum Seitenanfang