Staatsanwaltschaft und Polizei bitten um Ihre Mithilfe - Zeugenaufruf nach Fund eines toten Säuglings
06.03.2026, 10:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig Nr. 74|26
Verantwortlich: Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz und Polizeisprecher Olaf Hoppe
Ort: Leipzig (Wiederitzsch)
Zeit: 27.02.2026, gegen 21:00 Uhr
Nach dem Fund eines toten Säuglings am letzten Freitagabend in einem Leipziger Krankenhaus wenden sich Staatsanwaltschaft und Polizei an die Bevölkerung und bitten um Mithilfe bei der weiteren Aufklärung des Sachverhalts.
Die Polizei war am Abend des 27. Februar 2026 im Klinikum St. Georg im Einsatz, nachdem dort zuvor ein toter Säugling in der Babyklappe des Krankenhauses abgelegt worden war.
Das Kommissariat 11 der Kriminalpolizeiinspektion Leipzig nahm in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Leipzig sofort die Ermittlungen auf. Die von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion des Leichnams wurde zwischenzeitlich durchgeführt. Nach dem Ergebnis des vorläufigen Gutachtens des Instituts für Rechtsmedizin handelt es sich bei dem toten Säugling um einen Jungen. Wie und wann der Junge zu Tode kam, ist der Teil der laufenden Ermittlungen. Momentan werden im Zusammenhang mit dem Leichnam noch zahlreiche Zusatzuntersuchungen durchgeführt.
Zur Aufklärung werden nun dringend Zeugen gesucht, die Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Geschehen gemacht haben. Diese Personen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Leipzig zu melden.
- Wer hat Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit dem Geschehen stehen können?
- Wer kann Angaben zu einer Frau machen, die schwanger war und bei der es trotz eines mutmaßlich bevorstehenden Geburtstermins im weiteren Verlauf bisher keinen Hinweis auf einen Säugling gibt?
- Wer kann Hinweise zur Identität der Mutter des Säuglings und zu deren familiären Umfeld geben?
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Leipzig via Telefon 0341-966 46666 und per E-Mail unter mordkommission.pd-l@polizei.sachsen.de entgegen.
Hinweis in eigener Sache: Wir bitten alle Medien, die in diesem Fall notwendige Sensibilität in der Berichterstattung zu achten. Weitere Angaben werden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht. Hierfür werben wir um Verständnis.