Schloss, Stadion, Industriehalle: rund 3,2 Millionen Euro für sieben beeindruckende sächsische Denkmale

06.03.2026, 09:53 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Bund und Freistaat finanzieren Sanierungen – Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages benennt Projekte im Denkmalschutz-Sonderprogramm

Der Bund stellt erneut Mittel bereit, um die Erhaltung kulturell bedeutsamer Denkmale in ganz Deutschland zu unterstützen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch, 4. März 2026, die geförderten Vorhaben des vierzehnten Denkmalschutz-Sonderprogramms vorgestellt. Davon profitiert auch Sachsen: Sieben Projekte erhalten insgesamt rund 1,9 Millionen Euro Bundesmittel. Der Freistaat kofinanziert die Bundesförderung mit rund 1,3 Millionen Euro. Damit stehen für die 7 Vorhaben insgesamt rund 3,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Staatsministerin Regina Kraushaar: »Wieder eine so erfreuliche Nachricht für Sachsen! Es ist jahrelange gute Tradition, dass der Erhalt sächsischer Kulturdenkmale von nationaler Bedeutung durch den Bund mitfinanziert wird. Mein ganz besonderer Dank gilt den sächsischen Bundestagsabgeordneten, die sich für die Fördermittel eingesetzt und trotz angespannter Haushaltlage Prioritäten für Sachsen gesetzt haben. Mit der Kofinanzierung des Freistaates stehen für die zur Förderung ausgewählten Denkmale aus Sachsen insgesamt rund 3,2 Millionen Euro zur Verfügung.«

Kraushaar weiter: »Denkmale sind keine Kulisse – sie stehen mitten in unserem Alltag, in Städten und Dörfern. Ob Schloss, Stadion oder Industriebau: Diese Orte erzählen auf beeindruckende und lebendige Weise, wie Sachsen geworden ist. Sie zeigen, was Generationen vor uns geschaffen haben. Mit der Förderung helfen wir, sie zu sichern und so zu sanieren, dass sie weiter genutzt werden können.«

Dazu der Sächsische Landeskonservator Alf Furkert:
»Denkmalpflege ist Teil der gesellschaftlichen Aufgabe, das kulturelle Erbe zu erhalten. Die Förderung von Denkmalen durch die öffentliche Hand soll auch weiterhin das Engagement ihrer Eigentümer unterstützen. Und, Denkmalförderung ist immer auch Wirtschaftsförderung, denn die ausgereichten Mittel kommen dem örtlichen Handwerk und Baugewerbe zu Gute.«

Die Mittel fließen in die Sanierung des Schwesternhauses im Bautzener Ortsteil Kleinwelka, in das Gebäude »Alte Übernachtung« auf dem Gelände des Bahnbetriebswerks Hilbersdorf in Chemnitz sowie in das Schloss Albrechtsberg in Dresden. Außerdem werden die ehemalige Spinnerei und Weberei in Ebersbach/Neugersdorf, der Leipziger Kohlrabizirkus und das Bruno-Plache-Stadion sowie ein Textilwerk in Mülsen unterstützt.

Hintergrund
Der Bund unterstützt mit dem »Denkmalschutz-Sonderprogramm« den Erhalt von für das nationale Erbe bedeutsamen Denkmalen. Die Denkmalschutz-Sonderprogramme werden in unregelmäßigen Abständen aufgelegt – in diesem Jahr zum vierzehnten Mal. Voraussetzung für die Bundesförderung ist eine Kofinanzierung in entsprechender Höhe durch die Länder. Die Bewilligung erfolgt durch das Landesamt für Denkmalpflege.

Weiterführende Informationen
Übersicht der Projekte mit Angabe zur Höhe der Fördermittel – Denkmalschutzsonderprogramm XIV (als Anhang)
Kurztexte zu den Förderprojekten (als Anhang)


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