Drei Länder, eine Strategie für starke Schulführung
04.03.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Mitteldeutscher Schulleitungskongress stärkt Leitungen in Zeiten wachsender Verantwortung
Mit dem ersten Mitteldeutschen Schulleitungskongress (MSLK), an dem nahezu 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitwirken, entsteht heute ein neues länderübergreifendes Forum für schulische Führung in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Der Kongress versteht sich als professionelle Plattform für Austausch, Orientierung und Vernetzung – und als bewusstes Signal der Wertschätzung für die anspruchsvolle Arbeit von Schulleiterinnen und Schulleitern.
Führung in herausfordernden Zeiten
Schulleitungen tragen heute eine immense Verantwortung. Sie steuern Schulentwicklungsprozesse, sichern Qualität, führen multiprofessionelle Teams und geben ihren Schulgemeinschaften Halt – in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher, technologischer und personeller Veränderungen. Der Erwartungsdruck wächst, die Aufgaben werden komplexer.
»Was dabei häufig fehlt, ist ein Raum für strategischen Austausch auf Augenhöhe, Networking und Inspiration – ein Raum, in dem es nicht um Verwaltung, sondern um Führung geht. Genau hier setzt der Mitteldeutsche Schulleitungskongress an. Er möchte Schulleitungen stärken – fachlich, strategisch und persönlich«, erklärt Udo Beckmann, Leiter des Programmbeirates für den MSLK 2026.
Die für Schule zuständigen Minister der drei Länder haben die Schirmherrschaft übernommen.
Vor Ort in Halle betonen die drei Bildungsstaatssekretäre der drei mitteldeutschen Länder - Wilfried Kühner (Sachsen), Dr. Bernd Uwe Althaus (Thüringen) und Jürgen Böhm (Sachsen-Anhalt) - die Bedeutung eines länderübergreifenden Dialogs und ordnen die Rolle der Schulleitungen klar ein.
Dr. Bernd Uwe Althaus, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: »Schulleitungen sind die entscheidenden Führungspersönlichkeiten unseres Bildungssystems. Sie geben Orientierung, gestalten Schulentwicklung und halten ihre Schulgemeinschaften zusammen – gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen. Thüringen steht an der Seite seiner Schulleitungen: mit verlässlichen Rahmenbedingungen, gezielter Unterstützung und dem klaren Bekenntnis, dass gute Bildung vor Ort entschieden wird."
Wilfried Kühner, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Kultus: »Hinter jeder starken Schule steht eine starke Leitung. Schulleiterinnen und Schulleiter führen ihre Schulen durch Phasen des Wandels, fördern die Qualität des Unterrichts und prägen das Miteinander in der Schulgemeinschaft. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützen wir sie im Freistaat gezielt: mit Coachings für schulische Führungskräfte, einem breiten Fortbildungsangebot sowie evidenzbasierten Programmen wie das ‚Mindful Teachers Program‘, welches nach erfolgreicher Pilotphase aktuell an 30 Schulen fortgeführt wird. Diese und viele weitere Impulse aus den Ländern führen wir auf dem Mitteldeutschen Schulleitungskongress zusammen und intensivieren so den länderübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch.«
Jürgen Böhm, Bildungsstaatssekretär des Landes Sachsen-Anhalt: »Der Mitteldeutsche Schulleitungskongress setzt ein starkes Zeichen für die Bedeutung professioneller schulischer Führung und für die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Schulleitungen sind nicht nur organisatorische Knotenpunkte, sondern Impulsgeber für Qualitätsentwicklung und Innovation. Der länderübergreifende Austausch eröffnet neue Perspektiven und schafft Netzwerke, die weit über einen einzelnen Kongresstag hinauswirken. In Sachsen-Anhalt haben wir deshalb mit dem BildungsCampus Leadership 2025 einen innovativen Lern- und Entwicklungsort geschaffen, der Leitungskräfte gezielt in ihrer Handlungskompetenz stärkt. Kongress und BildungsCampus verfolgen dasselbe Ziel: starke Führungspersönlichkeiten zu unterstützen, damit Schulentwicklung vor Ort erfolgreich gestaltet werden kann.«
Regionaler Fokus mit strategischem Anspruch
Der Mitteldeutsche Schulleitungskongress ergänzt bewusst den bundesweit etablierten Deutschen Schulleitungskongress.
Beckmann betont: »Während der DSLK auf nationaler Ebene wirkt, setzt der MSLK einen gezielten regionalen Akzent. Führung entsteht im konkreten Kontext – unter landesspezifischen Rahmenbedingungen, mit regional gewachsenen Netzwerken und bildungspolitischen Besonderheiten. Die Nähe zwischen den drei mitteldeutschen Ländern schafft Anschlussfähigkeit und ermöglicht einen besonders praxisnahen Austausch.«
Von der Reaktion zur Gestaltung
Die Programmstrategie folgt der Leitidee »Führung in Zeiten der Transformation« gezielt zu stärken.
Beckmann: »Viele Schulleitungen erleben ihren Alltag als oft reaktiv – neue Vorgaben, neue Herausforderungen, neue Anforderungen. Der Kongress möchte Impulse geben, um wieder stärker in die gestaltende Rolle zu kommen.«
Mit dem heutigen Auftakt des MSLK mit 300 Teilnehmenden setzen Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ein klares Signal: Für starke Schulen braucht es starke Führung – und für starke Führung braucht es strategische Vernetzung über Ländergrenzen hinweg.
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