Ergänzung zu Durchsuchungen in fünf Bundesländern wegen bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern, Menschenhandels und Zwangsprostitution
27.02.2026, 13:54 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Medieninformation der Polizeidirektion Chemnitz Nr. 73|2026
Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Chemnitz und der Polizeidirektion Chemnitz
Ergänzung zu Durchsuchungen in fünf Bundesländern wegen bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern, Menschenhandels und Zwangsprostitution
(610) Am gestrigen 26. Februar 2026 informierten die Staatsanwaltschaft Chemnitz und die Polizeidirektion Chemnitz über den Abschluss von umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen in fünf Bundesländern. Mehr als 320 Einsatzkräfte hatten im Tagesverlauf diverse Privatwohnungen, Geschäftsräume bzw. Büros und Wohnungsbordelle in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und Niedersachsen durchsucht. Zu Grunde liegt ein seit Frühjahr 2024 andauernden Struktur-Ermittlungsverfahren im Rotlicht-Milieu.
Im Rahmen der Exekutivmaßnahmen wurden gegen die drei mutmaßlichen Haupttäter (w/47/vietnamesisch, m/42/vietnamesisch, m/47/deutsch) Haftbefehle wegen banden- und gewerbsmäßigem Einschleusen von Ausländern in Halle/Saale vollstreckt. Am heutigen
27. Februar 2026 setzte ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Chemnitz die Haftbefehle gegen die 47-Jährige und ihren 42-jährigen Bruder in Vollzug. Sie wurden bereits in sächsische Justizvollzugsanstalten verbracht. Der Haftbefehl gegen den 47-jährigen Lebensgefährten der beschuldigten Frau wurde hingegen außer Vollzug gesetzt. Unter Auflagen durfte er das Chemnitzer Amtsgericht nach der Anhörung verlassen.
Die Ermittlungen werden indes fortgesetzt, wobei unter anderem eine Vielzahl sichergestellter Handys, Datenträger und Unterlagen durch die Kriminalpolizeiinspektion Chemnitz auszuwerten sind.
– Gemeinsame Medieninformation vom 26.Februar 2026: www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1095267