Tatverdächtige zu Raubdelikten gestellt – mögliche weitere Geschädigte gesucht
25.02.2026, 08:19 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Leipzig und Polizeidirektion Leipzig Nr. 60|26
Verantwortlich: Ricardo Schulz (Staatsanwaltschaft Leipzig) und Moritz Peters (Polizeidirektion Leipzig)
Ort: Leipzig (Zentrum-Südost), Str. des 18. Oktober / Semmelweisstraße
Zeit: 07.02.2026, gegen 21:00 Uhr
Am Abend des 7. Februar 2026 kam es gegenüber der Deutschen Nationalbibliothek zu einer Raubstraftat, worüber die Polizeidirektion Leipzig in der Medieninformation 43|26 berichtete. Nun konnten zwei Tatverdächtige ermittelt werden, wovon einer inzwischen in Untersuchungshaft sitzt.
Ein 21-jähriger Mann wurde nach einem Treffen mit einer 19-jährigen Frau an der Ecke Straße des 18. Oktober / Semmelweisstraße von einem unbekannten Mann angesprochen. Unvermittelt kamen vier weitere Personen hinzu und verletzten den jungen Mann mit körperlicher Gewalt. Ein Täter nahm dabei die Jacke des Mannes, durchsuchte diese und entnahm daraus ein Handy. Danach flüchteten die fünf Personen in Richtung Deutscher Platz.
Im Ergebnis umfangreicher Ermittlungen der Leipziger Kriminalpolizei konnten nun zwei Tatverdächtige (19, weiblich, deutsch und 21, männlich, serbisch) bekannt gemacht werden.
Aufgrund der Ermittlungsergebnisse wurde bei der Staatsanwaltschaft eine Wohnungsdurchsuchung beantragt und durch das Amtsgericht Leipzig erlassen. In der Wohnung konnten die beiden Tatverdächtigen angetroffen werden und wurden vorläufig festgenommen.
Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen die Beschuldigten den Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Tatverdachts des Raubes und der Körperverletzung beantragt. Der Haftbefehl gegen den 21-Jährigen wurde durch den zuständigen Ermittlungsrichter bei dem Amtsgericht Leipzig am 21. Februar 2026 antragsgemäß erlassen und in Vollzug gesetzt. Der Beschuldigte wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an. Auch die 19-jährige Frau wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der anschließend den beantragten Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug setzte. Sie konnte daraufhin gehen.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen ist nicht auszuschließen, dass es weitere Geschädigte gibt, welche der Gruppierung zum Opfer gefallen sind. Dabei wurden Männer über Dating-Portale von einer jüngeren Frau angeschrieben und zu einem Treffen in Leipzig überredet. Hier kam es dann durch weitere männliche Täter zu einem Überfall auf die angeschriebenen Männer.
Diese werden gebeten, sich dringend bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.