Verantwortung mit langfristiger Wirkung: Landesdirektion Sachsen genehmigt Dresdner Stiftung »AREOPAG«

19.02.2026, 15:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Dresden hat eine neue gemeinnützige Stiftung: Der Präsident der Landesdirektion Sachsen, Béla Bélafi, hat heute, am 19. Februar 2026, im Beisein von Infrastrukturministerin Regina Kraushaar die Stiftungsurkunde für die Stiftung AREOPAG an Stifter Fritz Albert Straub übergeben. Der Termin fand in den Deutschen Werkstätten Hellerau statt.

»Mein Dank gilt vor allem dem Stifter Herrn Straub, der durch die Einrichtung der Stiftung AREOPAG unsere Gesellschaft in einer Weise stärkt, die beispielgebend ist«, so der Präsident der Landesdirektion Sachsen, Béla Bélafi.

»Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten leisten Stiftungen einen unverzichtbaren Beitrag zum Gemeinwohl. Mit ihrem langfristigen und unabhängigen Wirken stärken sie den sozialen Zusammenhalt, fördern Innovationen im sozialen und kulturellen Bereich. Stiftungen ergänzen staatliches Handeln dort, wo neue Impulse und nachhaltige Lösungen gefragt sind«, so Bélafi weiter.

Staatsministerin Regina Kraushaar fügt hinzu: »Ich kenne Herrn Straub seit vielen Jahren als großartigen Menschen und engagierten Unternehmer. Dass er nun – nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn – Stifter geworden ist, erscheint mir als geradezu logischer Schritt. Und dass er mit der Stiftung AREOPAG den Fokus auf Kultur, Bildung, Demokratie und internationale Offenheit im Freistaat Sachsen legt, ist eine ganz wunderbare Entscheidung. Dieses Mäzenatentum, verbunden mit langfristigem Denken, ist gerade in Zeiten des Wandels ein ganz starkes Signal an die Menschen im Freistaat.«

Die Stiftung AREPOAG fördert Kunst und Kultur sowie den Erhalt des kulturellen Erbes. Darüber hinaus setzt sie sich für internationale Offenheit, kulturelle Toleranz und den Gedanken der Völkerverständigung ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Demokratie sowie Erziehung und Bildung – von der allgemeinen und beruflichen Bildung bis hin zur Unterstützung von Studierenden. »Ich möchte der Gemeinschaft etwas zurückgeben«, so erklärt Fritz Albert Straub sein Engagement als Stifter.

Zur Wortherkunft des Stiftungsnamens: Der Areopag ist ein Hügel in Athen, auf dem in der Antike der oberste Rat, ebenfalls »Areopag« genannt, tagte.

Über den Stifter - Fritz Albert Straub

Fritz Albert Straub wurde 1943 in Saarbrücken geboren. Straub, ursprünglich Pharmaunternehmer, kaufte 1992 die Deutschen Werkstätten Hellerau in Dresden. Das 1898 gegründete Tischlerei-Unternehmen baute unter anderem die Dresdner Semperoper, das Gewandhaus in Leipzig und Regierungsgebäude in Ostberlin aus. Heute sind die Deutschen Werkstätten besonders auf die Ausstattung von Yachten spezialisiert. Nach mehr als drei Jahrzehnten an der Spitze übergab der geschäftsführende Gesellschafter Fritz Albert Straub im Herbst 2025 die Mehrheit seiner Anteile an die französische Unternehmensgruppe Ateliers De France.

Hintergrund: Stiftungswesen in Sachsen

In Sachsen gibt es aktuell 688 Stiftungen, allein im Jahr 2025 sind 18 neue hinzugekommen. Stiftungen haben in Sachsen eine weit zurückreichende Tradition. Die älteste noch bestehende Stiftung ist die »Kurfürst Moritz fromme Stiftung zu Glashütte«, die 1543 errichtet wurde.

Als Stiftungsbehörde erkennt die Landesdirektion Sachsen (LDS) Stiftungen als rechtsfähig an. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt zudem in der Rechtsaufsicht über die Stiftungen. Die LDS überwacht, ob eine Stiftung entsprechend ihres Zwecks agiert und das Vermögen, das bei Errichtung vorhanden war, erhalten bleibt.

Die Besonderheit einer Stiftung liegt darin, dass sie ihre Zwecke nur unter Nutzung ihres Kapitals erfüllen kann, z.B. durch Zinsen oder Dividenden. Gemeinnützige Stiftungen müssen dabei gemeinwohlorientierte Zwecke erfüllen. Der häufigste Zweck gemeinnütziger Stiftungen in Sachsen ist die Förderung von Kunst und Kultur, gefolgt von Bildung und Erziehung. Die Förderung von Wissenschaft und Forschung folgt auf Platz drei. Viele Stiftungen verfolgen dabei auch mehrere Zwecke gleichzeitig. Denkmalschutz und Denkmalpflege ist besonders im Raum Dresden ein häufiger Zweck.

Weitere Informationen zur Stiftungslandschaft in Sachsen erhalten Sie auf den Seiten der LDS: https://www.lds.sachsen.de/kommunal21/?ID=104&art_param=12


Kontakt

Landesdirektion Sachsen

Pressesprecherin Dr. Susann Meerheim
Telefon: +49 371 532 1010
Telefax: +49 371 532 271016
E-Mail: presse@lds.sachsen.de
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