13. Februar in Dresden: Gedenken, Verantwortung und Mahnung für die Gegenwart
12.02.2026, 13:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Demokratieministerin Köpping: »Frieden, Freiheit und Menschenwürde sind keine Selbstverständlichkeiten – sie müssen immer wieder neu verteidigt werden.«
Am 13. und 14. Februar vor 81 Jahren bombardierten die Alliierten Dresden, um Europa vom Nationalsozialismus zu befreien. Der 13. Februar ist bis heute für die Menschen in Dresden, für Sachsen und weit darüber hinaus ein Tag des stillen Gedenkens sowie des Innehaltens angesichts der verheerenden Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft. Wir gedenken an diesem Tag nicht nur der Toten in Dresden, sondern auch den Millionen Menschen, die seit der Machübertragung an die Nationalsozialisten entrechtet, verfolgt und ermordet wurden.
Staatsministerin Petra Köpping: »Mit Respekt stehen wir an der Seite der Menschen, die heute um die Opfer des Zweiten Weltkrieges trauern. Wir erinnern an das unermessliche Leid, das Deutsche mit dem Zweiten Weltkrieg über unzählige Menschen gebracht haben. Es ist unsere Verantwortung, das Verständnis für die historischen Zusammenhänge lebendig zu halten und für eine demokratische Gesellschaft und den Schutz der Menschenrechte einzutreten.«
Ein sichtbares Zeichen für ein würdevolles und haltungsstarkes Gedenken ist die seit 2010 bestehende Menschenkette. Tausende Dresdnerinnen und Dresdner setzen gemeinsam mit Gästen ein klares Zeichen: Nie wieder ist jetzt. Dabei steht die Menschenkette für friedliches Erinnern, für Versöhnung und für den entschlossenen Einsatz gegen den Missbrauch des Gedenkens durch Rechtsextreme.
Staatsministerin Petra Köpping weiter: »Das Gedenken am 13. Februar ist untrennbar mit der Verantwortung verbunden, Geschichte nicht zu verkürzen oder zu instrumentalisieren. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, das Verständnis für die Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus wachzuhalten und entschieden für eine demokratische Gesellschaft der gelebten Menschenrechte einzutreten. Wir sind auch gefordert, aufzustehen, wenn die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert, wenn Minderheiten ausgegrenzt, wenn Täter- und Opferrollen vertauscht und wenn antidemokratische und menschenfeindliche Einstellungen im gesellschaftlichen Diskurs salonfähig werden. Der heutige Tag ist zugleich auch eine Mahnung für die Gegenwart: Zu viele Menschen sterben in den aktuellen Kriegen, erfahren Leid und müssen Verluste ertragen. Die Nachrichten und Bilder aus den Kriegsgebieten der Welt dürfen nicht zur Gewohnheit werden. Frieden, Freiheit und Menschenwürde sind keine Selbstverständlichkeiten – sie müssen immer wieder neu verteidigt werden.«