"Hightech statt Hocker – mit dem Melkroboter investieren wir in die Zukunft der Berufsschule«
09.02.2026, 08:17 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Rund 10 Mio. Euro für berufsbildende Schulen im Landkreis Görlitz
Der Freistaat Sachsen stärkt die berufsbildenden Schulen durch gezielte Investitionen in die Bildungsinfrastruktur. Aus EU-Mitteln des Just Transition Fund (JTF) und einer Kofinanzierung durch den Freistaat wurden weitere Vorhaben bewilligt.
Bildungsminister Conrad Clemens: »Hightech statt Hocker – Mit dem Melkroboter und anderen Maßnahmen investieren wir in die Zukunft der Berufsschule.«
Landrat Stephan Meyer: »Ob moderne Bäckerei- und Verkaufskabinette an unseren Berufsschulzentren in Görlitz, digitale Lernräume und innovative Technik wie der Melkroboter in der landwirtschaftlichen Ausbildung in Löbau oder zeitgemäße Ausstattung in Zittau und Weißwasser – diese Investitionen sorgen dafür, dass die Berufsschulen im Landkreis Görlitz den realen Anforderungen unserer regionalen Betriebe entsprechen. Genauso sichern wir Fachkräfte und langfristige Perspektiven im ländlichen Raum.«
Gefördert werden:
- BSZ Görlitz: rund 7,5 Mio. Euro für die Einrichtung von Fachkabinetten zum Warenverkauf und zur Bäckerausbildung sowie zur Instandsetzung von Dach und Fassade
- BSZ Löbau: rund 1,5 Mio. Euro für die Anschaffung eines Melkroboters, die Ausstattung eines digitalen Lernraums sowie für einen Anbau und Instandsetzungsarbeiten an der Außenstelle »August - Förster«
- BSZ Weißwasser: rund 151.000 Euro für ein Solarpanel
- BSZ Zittau: rund 74.000 Euro für Ausstattung im Bereich Hotel/Gastronomie
Hintergrund
Mit dem JTF werden im Förderzeitraum 2021 bis 2027 Gebiete unterstützt, die aufgrund des Übergangs zu einer klimaneutralen Wirtschaft schwerwiegende sozioökonomische Herausforderungen bewältigen müssen. Neben den Landkreisen Bautzen und Görlitz im Lausitzer Revier sowie den Landkreisen Leipziger Land, Nordsachsen und der Stadt Leipzig im Mitteldeutschen Revier, gehört auch die Stadt Chemnitz zum Fördergebiet.
Das Kultusministerium hat 2024 eine Richtlinie erlassen, um mit JTF- und Landesmitteln die berufliche Bildung an die neuen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes anzupassen. Investitionen in moderne Rahmenbedingungen sollen die Berufsausbildung attraktiver gestalten und zur Fachkräftesicherung in den entsprechenden Regionen beisteuern.
Die Zuwendung für die Vorhaben beträgt bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Insgesamt stehen bis zum Ende des Förderzeitraums rund 43 Mio. Euro an EU-Mitteln und Landesmitteln zur Verfügung.