Modernes kardiologisches Zentrum in Chemnitz eröffnet: Sozialministerium fördert Vorhaben mit rund 47 Millionen Euro

29.01.2026, 13:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Gesundheitsministerin Köpping: »Gesundheitsstandort Chemnitz wird aufgewertet«

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören deutschland- und weltweit zu den größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem. Jährlich werden über 300.000 Herzinfarkte in Deutschland gezählt. Für die Betroffenen ist schnelle und professionelle Hilfe überlebenswichtig. Heute wurde das Kardiologische Zentrum am Standort Küchwald des Klinikums Chemnitz feierlich eröffnet. Der Neubau mit 160 Betten ging schrittweise bereits seit November 2025 in Betrieb und setzt neue Maßstäbe in der regionalen Herzmedizin. Das Sozialministerium unterstützte das Vorhaben der Einzelförderung mit 47,3 Millionen Euro aus sächsischen Haushaltsmitteln.

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Ich bin sehr dankbar, dass trotz der schwierigen äußeren Bedingungen das Projekt zügig umgesetzt werden konnte. Denn damit erreichen wir eine maßgebliche Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung in der Region und werten den Gesundheitsstandort Chemnitz auf. Wir bekräftigen damit auch, dass ein Krankenhaus mit einer langen Tradition einen wichtigen Platz in der Versorgungslandschaft des Freistaates hat. Das Klinikum Chemnitz ist eine starke Säule in diesem Versorgungssystem und leistet einen wichtigen Beitrag. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz für die Gesundheit der Bevölkerung und allen Engagierten, die sich für die Realisierung des Neubauprojektes eingesetzt haben.«

Im neuen Kardiologischen Zentrum wird fortan eine noch engere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung stattfinden. Durch eine Verbindung beider Sektoren unter einem Dach profitieren Herzerkrankte von schnelleren Terminvergaben innovativer Diagnostik und effizienten Behandlungsstrukturen. Das Gebäude ist in seiner Ausstattung wegweisend: Es verfügt über eine eigene Kardiologische Notfalleinheit, die sogenannte »Chest Pain Unit« für Patienten mit unklaren Brustschmerzen oder Herzrhythmusstörungen und wird durch insgesamt sechs neue Herzkatheterlabore inklusive Elektrophysiologischer Säle, MRT- und weitere hochmoderne Diagnosetechniken komplettiert. Damit sind fortan sektorenübergreifend alle kardiologischen Abteilungen unter einem Dach zusammengeführt, was ein flexibles Zusammenarbeiten und den schnellen Austausch zwischen den Fachrichtungen erleichtert.

Das Kardiologische Zentrum mit insgesamt sechs Ebenen im Neubau und Bestandsflächen im benachbarten Haus 6 bündelt auf rund 7.000 Quadratmetern Nutzfläche die Akutversorgung sowie die ambulante und die stationäre Versorgung von kardiologischen Patienten.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
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