Staatspreis für Baukultur 2026 ausgelobt
13.01.2026, 11:20 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Bewerbungen bis 27. Februar 2026 möglich – Wettbewerb rückt das »richtige« Maß an technischer Ausrüstung und Ausstattung in den Fokus
Das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) hat gemeinsam mit der Architektenkammer Sachsen und der Ingenieurkammer Sachsen den Staatspreis für Baukultur 2026 ausgelobt. Der Preis wird in diesem Jahr unter dem Thema »Bauen im Spannungsfeld von Hightech und Lowtech« vergeben und ist mit 50.000 Euro dotiert. Die Bewerbung ist ab sofort möglich.
Mit dem Staatspreis werden Bauprojekte ausgezeichnet, die einen herausragenden Beitrag zur Baukultur in Sachsen leisten. In diesem Jahr widmet sich der Wettbewerb einer der wichtigsten aktuellen Anforderungen des Bauens: der effizienten und nachhaltigen Gestaltung von Bauwerken. In den letzten Jahrzehnten wurden zur Reduzierung des Energieverbrauchs vorrangig Hightech-Lösungen mit komplexer technischer Ausrüstung eingesetzt. Zunehmend werden nun jedoch auch Lowtech-Ansätze verfolgt, die eine technikminimierte Bauweise, natürliche Wirkprinzipien und einfache Systeme nutzen. Die entscheidende Frage lautet hierbei nicht, ob Hightech oder Lowtech den richtigen Weg weist, sondern wie beide Ansätze synergetisch miteinander verbunden werden können. Der Staatspreis für Baukultur 2026 würdigt und macht Bauprojekte bekannt, bei denen sich die Planenden besonders innovativ mit dem Spannungsfeld zwischen Hightech und Lowtech beschäftigt haben. Gewürdigt werden Projekte, die auf die Herausforderungen der modernen Architektur reagieren und zukunftsweisende, übertragbare Lösungen für das »richtige« Maß an technischer Ausrüstung und Ausstattung hervorgebracht haben.
Sachsens Bauministerin Regina Kraushaar: »Mit dem Staatspreis für Baukultur 2026 möchten wir Projekte auszeichnen, die Innovation und Nachhaltigkeit verkörpern. Wir leben in einer Zeit, in der sich die Anforderungen an die Architektur zunehmend ändern. Mit unserem diesjährigen Wettbewerb suchen wir Projekte, die zeigen, wie sowohl Lösungen mit komplexer technischer Ausrüstung und eine technikminimierte Bauweise, natürliche Wirkprinzipien und einfache Systeme harmonisch miteinander verbunden werden können, um zukunftsfähige, umweltbewusste und dennoch funktionale Gebäude und Räume zu schaffen. Denn klar ist doch: Wir müssen nicht nur neue, sondern auch bestehende Gebäude so nutzen, dass sie ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Ich lade all jene ein, sich für den Staatspreis für Baukultur 2026 zu bewerben, die diesen anspruchsvollen Weg gehen und kreative, übertragbare Lösungen entwickeln. Und ich bin sicher, wie werden hervorragende Bewerbungen verzeichnen können, weil wir in Sachsen eine sehr innovative Baukultur haben.«
Der Staatspreis für Baukultur würdigt sowohl Werke als auch ihre Urheber. Architekten, Ingenieure und Freiraumplaner können sich gemeinsam mit den Bauherren mit Bauprojekten bewerben, die in den letzten zehn Jahren fertiggestellt bzw. abgeschlossen wurden. Einreichungen aus allen Handlungsfeldern der baulich-räumlichen Entwicklung und Gestaltung sind willkommen.
Einsendeschluss ist der 27. Februar 2026, 12:00 Uhr. Weitere Informationen und die Teilnahmeunterlagen sind online unter www.baukultur.sachsen.de verfügbar. Wettbewerbsbeiträge können über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen eingereicht werden: https://mitdenken.sachsen.de/staatspreis-baukultur.
Der Staatspreis für Baukultur wird auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts finanziert. Der Preis ist zusammen mit dem Staatspreis für Ländliches Bauen ein fester Bestandteil der Initiative »Baukultur verbindet«.