Sachsen hält an schriftlicher Division in Grundschulen fest

12.01.2026, 07:16 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

In der aktuellen Diskussion um das Lehren der schriftlichen Division an Grundschulen bezieht Sachsens Kultusminister Conrad Clemens Position: »Unsere Haltung in Sachsen ist klar: Wir halten am schriftlichen Dividieren in der Grundschule fest!« Im 2025 aktualisierten Lehrplan für Mathematik an Grundschulen wird die schriftliche Division weiterhin als Lernziel vorgegeben.

Hintergrund

Das Kultusministerium in Niedersachsen hatte angekündigt, ab dem kommenden Schuljahr auf die schriftliche Division im Primarbereich zu verzichten.

Die 2022 überarbeiteten Bildungsstandards der KMK sind die Grundlage für den 2025 aktualisierten Lehrplan Mathematik für die Grundschule. Dabei wurden die Ziele und Aufgaben des Faches Mathematik an aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen angepasst und die Lernbereiche des Lehrplanes entsprechend den Kompetenzbereichen der Bildungsstandards aktualisiert. Mit den kompetenzorientierten Lernzielen und Lerninhalten wurde die Aufgabe der Grundschule, die Sicherung der Basiskompetenzen im Fach Mathematik, nochmals verdeutlicht.

Sachsen orientiert sich im Lehrplan Mathematik an den 2022 auf der Ebene der Kultusministerkonferenz überarbeiteten Bildungsstandards.
Die Inhalte sind für das Fach Mathematik im Primarbereich in folgende Lernbereiche gegliedert:

  • Raum und Form
  • Zahl und Operation
  • Größen und messen
  • Daten und Zufall
  • Muster, Strukturen und funktionaler Zusammenhang bildet keinen eigenständigen Lernbereich, ist in alle Lernbereiche zu integrieren.

Die schriftliche Division wird in Klassenstufe 4 im Lernbereich Zahl und Operation weiterhin mit der Lernzielebene »Einblick gewinnen« behandelt. Diese Lernzielebene gibt eine grundlegende Orientierung ohne tiefere Reflexion.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Pressesprecher Tilo Schumann
Telefon: +49 351 564 65100
Telefax: +49 351 564 65019
E-Mail: presse@smk.sachsen.de
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