Internationale Aktion im Kampf gegen Insiderhandel | Kellerbrand im Mehrfamilienhaus | Verkehrskontrolle endet mit vorläufiger Festnahme
04.12.2025, 12:27 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig Nr. 438|25
Verantwortlich: Moritz Peters (mp), Tom Erik Richter (tr)
Internationale Aktion im Kampf gegen Insiderhandel
Im Rahmen mehrerer Strafverfahren der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) wegen des Verdachts des Ausnutzens von Insiderinformationen fanden am Dienstag, 2. Dezember 2025, mehrere Interventionen in der Schweiz, in Deutschland und in Großbritannien statt. Die Strafverfahren werden gegen fünf Personen geführt, die vertrauliche und kurserhebliche Informationen zu einem börsennotierten und international tätigen, schweizerischen Unternehmen ausgenutzt haben sollen.
In den drei Ländern wurden zeitgleich Hausdurchsuchungen an den Privatdomizilen der Beschuldigten, sowie an mehreren Standorten des Unternehmens durchgeführt. Alle fünf Beschuldigten werden verdächtigt, im tatrelevanten Zeitraum im Jahr 2024 beziehungsweise zuvor bei dem betreffenden Unternehmen in führenden Positionen tätig gewesen zu sein. Das in der IT-Branche tätige Unternehmen ist an der Schweizer Börse notiert und hat seinen Hauptsitz in der Schweiz. Die Verfahren der BA richten sich nicht gegen das Unternehmen selbst.
Gegenstand der Strafverfahren
Im Jahr 2024 veröffentlichte das Unternehmen zwei vorbörsliche Medienmitteilungen, die einen negativen Einfluss auf den Aktienkurs desselbigen hatten. Im Vorfeld der Publikation der Medienmitteilungen veräußerten die fünf Beschuldigten jeweils größere Mengen Aktien des Unternehmens. Die BA verdächtigt die Beschuldigten, die den Medienmitteilungen zugrundeliegenden vertraulichen Informationen (Insiderinformationen) für die rechtzeitige Veräußerung der Aktien ausgenutzt und so verdachtsweise Vermögensverluste von bis zu CHF 2,49 Millionen vermieden zu haben. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
In der Schweiz fanden Interventionen in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Polizei fedpol statt. Die Interventionen in Deutschland und Großbritannien erfolgten aufgrund internationaler Rechtshilfeersuchen der BA an die dortigen Behörden. Koordiniert wurden die Interventionen von Eurojust (Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen). Die BA dankt allen beteiligten Partnerbehörden für die reibungslose Vorbereitung und Durchführung sowie Eurojust für die Unterstützung und Koordination.
In Leipzig unterstützten das Fachkommissariat für Wirtschaftskriminalität der Polizeidirektion Leipzig und die Staatsanwaltschaft Leipzig die Ermittlungen. Für Presseanfragen ist die Schweizer Bundesanwaltschaft zuständig: https://www.bundesanwaltschaft.ch/de/newnsb/7jIPZU4QvnrLyw5fgxnCF
(ursprünglicher Text: Schweizer Bundesanwaltschaft)
Kellerbrand im Mehrfamilienhaus
Ort: Delitzsch, Sonnenwinkelweg
Zeit: 03.12.2025, 19:30 Uhr
Gestern Abend kam es in einem Delitzscher Mehrfamilienhaus zu einem Kellerbrand, bei dem niemand verletzt wurde. Auf bisher unbekannte Art und Weise geriet eine Kellerbox in Brand. Das Feuer griff auf eine weitere Kellerbox über. Durch das Feuer, was durch die Freiwillige Feuerwehr Delitzsch gelöscht werden konnte, kam es zur Substanzverletzung am Mauerwerk des Kellerabteils sowie der Beschädigung einer Wasserleitung. Die Wohnungen im Gebäude sind weiterhin bewohnbar, die Wasserversorgung ist gewährleistet. Der entstandene Sachschaden ist derzeit nicht bekannt, die Polizei ermittelt zur Brandursache. (mp)
Verkehrskontrolle endet mit vorläufiger Festnahme
Ort: Leipzig (Zentrum-Nordwest), Jahnallee
Zeit: 03.12.2025, 20:45 Uhr
Gestern Abend förderte eine reguläre Verkehrskontrolle Drogen und Bargeld zutage, wodurch es zu der vorläufigen Festnahme eines 29-Jährigen kam.
Aufgrund eines verbotswidrigen Linksabbiegens von der Marschnerstraße in die Jahnallee, entschlossen sich Polizeibeamte des Fachdienstes Einsatzzüge einen Peugeot und dessen Fahrer (58) zu kontrollieren.
Dabei wurde im Fahrgastraum eine Tasche festgestellt, in welcher sich ein durchsichtiges Behältnis mit einer weiß kristallinen Substanz befand. Der 29-jährige Beifahrer (kosovarisch) gab an, dass es sein Eigentum ist. Später stellte sich heraus, dass es sich dabei um mehrere hundert Gramm Amphetamin handelte. Bei der Durchsuchung des Beifahrers wurde zusätzlich mehrere tausend Euro Bargeld gefunden. Aufgrund dessen und da der 29-Jährige bereits in der Vergangenheit mit Betäubungsmitteldelikten in Erscheinung trat, wurde nach Rücksprache mit einem Bereitschaftsstaatsanwalt die vorläufige Festnahme angeordnet und der Mann in das Zentrale Polizeigewahrsam gebracht. Das Bargeld und die Betäubungsmittel wurden sichergestellt. Eine Vorführung beim Haftrichter steht noch aus, die Ermittlungen wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln dauern an. Der 58-jährige Fahrer wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen entlassen. (mp)
Straßenbahn übersehen
Ort: Leipzig (Zentrum-West), Haltestelle Thomaskirche
Zeit: 03.12.2025, 18:24 Uhr
Gestern Abend kam es am Dittrichring zu einem Verkehrsunfall zwischen einer Straßenbahn und einem Pkw, bei dem zwei Frauen verletzt wurden.
Die 63-jährige Fahrerin eines Skoda Fabia (deutsch) befuhr den Dittrichring in nördliche Richtung. Beim Wendevorgang über den Gleisbereich missachtete sie die in gleiche Richtung fahrende Straßenbahn und kollidierte mit dieser. Durch den Zusammenstoß erlitten die Fahrerin sowie ihre Beifahrerin (57) Verletzungen, die stationär in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Am Auto entstand Totalschaden. Der Straßenbahnfahrer (53) sowie die Fahrgäste blieben unverletzt. Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 35.000 Euro. Der Verkehrsunfalldienst ermittelt wegen einer fahrlässigen Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall. (mp)
Falsche Heizungsableser
Im Zuständigkeitsgebiet der Polizeidirektion kam es gestern zu zwei Diebstählen durch falschen Heizungsablesern.
Fall 1:
Ort: Leipzig (Böhlitz-Ehrenberg), An der Luppe
Zeit: 03.12.2025, 14:30 Uhr
Der unbekannte männliche Täter gab sich als Mitarbeiter einer Firma aus, welcher die Heizkörper in einem Mehrfamilienhaus ablesen soll. Die 80-jährige Mieterin ließ den Mann hinein und die Wohnungstür offen. Nach der Ablesung und Überprüfung des Wasserhahns in der Küche verließ der falsche Heizungsableser die Wohnung in unbekannte Richtung. Jetzt bemerkte die Rentnerin, dass ein unbekannter Mittäter diverse Dokumente, mehr als tausend Euro Bargeld und Schmuck gestohlen hatte.
Fall 2:
Ort: Grimma, Stecknadelallee
Zeit: 03.12.2025, 10:00 Uhr
Ein unbekannter Täter klingelten an der Haustür einer 87-Jährigen. Als sie die Tür öffneten stand ein Mann vor der Tür, der angab, die Zählerstände ablesen zu wollen. Unvermittelt ging er in die Wohnung, die Mieterin hinterher. Diesen Moment machte sich ein weitere Täter zu Nutze, schlich in das Wohnzimmer der Seniorin und entwendete mehrere hundert Euro. Das bekam die 87-Jährige mit, konnte die Flucht der beiden Täter in unbekannte Richtung jedoch nicht verhindern.
In beiden Fällen ermitteln die zuständigen Reviere wegen Diebstahlsdelikten.
Vorsicht vor Trickbetrügern:
Aufgrund dessen, dass zum Jahresende vermehrt Ablese- und Austauschtermine von Energieversorgern stattfinden, weist die Polizei in diesem Zusammenhang darauf hin, Mitarbeiter des eigenen Energielieferanten nur mit vorheriger offizieller Terminvereinbarung in die Wohnung zu lassen.
Gas-, Strom, Heizungsableser werden immer rechtzeitig schriftlich angekündigt - per Aushang, mit direktem Brief an Sie oder auch per E-Mail. Es entstehen Ihnen zudem keine Kosten, sollten Sie einen (offiziellen) ersten Termin versäumen. Lassen Sie sich daher nicht von -angeblichen- Mitarbeitern unter Druck setzen, diese ohne Ankündigung in Ihre Wohnung einzulassen.
Bitten Sie den oder die Mitarbeiterin oder Mitarbeiter zudem um das Vorzeigen eines Dienstausweises und lassen Sie niemanden unbeobachtet in Ihrer Wohnung arbeiten. (mp)
Zeugen nach Raubdelikt gesucht
Ort: Leipzig (Grünau-Nord), Plovdiver Straße
Zeit: 04.12.2025, 03:15 Uhr
Vier unbekannte Tatverdächtige haben in der Donnerstagnacht einen 18-Jährigen bedroht und zur Übergabe von Wertsachen gezwungen.
Der junge Mann war in der Nacht in einer Bankfiliale, als er zunächst von zwei Tätern angesprochen und unter Vorhalten einer Nahkampfwaffe zur Übergabe von Wertsachen gezwungen wurde. Die beiden anderen Täter warteten während der Tathandlung vor der Bankfiliale. Nachdem der Geschädigte die Wertsachen übergeben hatte, ließen die Täter von ihm und begaben sich zu dessen Wohnanschrift. Dort entwendeten sie aus der Wohnung ein elektronisches Gerät und entfernten sich im Anschluss in unbekannte Richtung vom Ort. Die unbekannten Täter konnten wie folgt beschrieben werden:
Person 1
- männlich
- circa 15 Jahre alt
- 1,80 Meter groß
- dünne Statur
- Bekleidung: Markenschuhe, graue Jogginghose, grauer Pullover, schwarze Maske, schwarze Handschuhe
Person 2
- männlich
- circa 18 bis 20 Jahre alt
- 1,75 Meter groß
- normale Statur
- Tätowierung über der rechten Augenbraue
- Bekleidung: schwarze Jacke, blaue Jeanshose, schwarz/rote Mütze,
Person 3
- männlich
- circa 15 Jahre alt
- circa 1,80 Meter
- schmale Statur
- Bekleidung: schwarze Mütze, schwarze Maske
Person 4
- männlich
- circa 20 Jahre alt
- circa 1,75 Meter groß
- schmale Statur
- Boxerhaarschnitt
- Bekleidung: schwarze Markenjacke, hellblaue Jeans, weiße Markenschuhe
Die Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen. Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. (tr)