Welt-Aids-Tag 2025 am 1. Dezember: »Gemeinsam. Gerade jetzt.«
30.11.2025, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Gesundheitsministerin Köpping: »Diskriminierung und Unwissen sind weiterhin die größten Hindernisse für Prävention und Teilhabe«
»Gemeinsam. Gerade jetzt.« – unter diesem Motto startet die Kampagne zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2025. Die Veranstalter – das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, die Deutsche AIDS-Stiftung und die Deutsche Aidshilfe – wollen damit ein deutliches Zeichen gegen das zunehmend polarisierte gesellschaftliche Klima setzen. Sie fordern zum entschlossenen Handeln auf.
Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Der Welt-AIDS-Tag erinnert uns daran, Solidarität zu zeigen und Betroffenen in Sachsen mit Respekt zu begegnen. Er macht auch darauf aufmerksam, dass ein langes und gesundes Leben mit HIV dank moderner, wirksamer Therapien heute bei rechtzeitiger Diagnose gut möglich ist. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass Diskriminierung und Unwissen weiterhin die größten Hindernisse für Prävention und Teilhabe darstellen.«
Den aktuellsten epidemiologischen Daten zufolge lebten Ende 2024 über 2.800 Menschen im Freistaat mit HIV/Aids. Laut einer Schätzung des Robert Koch-Instituts auf Grundlage eines eigens entwickelten Rechenmodells kommen hierzu noch über 460 Menschen, die ihre HIV-Infektion zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannten. Die Zahl der Menschen, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, liegt bei 2.740 – ein Beleg für die gut ausgebaute Versorgung in Sachsen. Besondere Aufmerksamkeit erfordert der hohe Anteil später Diagnosen: 2024 wurden 130 HIV-Erstdiagnosen registriert, davon 35 mit einem bereits fortgeschrittenen Immundefekt und 20 mit einer Aids-Erkrankung.
Das Sozialministerium sieht hierin einen klaren Auftrag, Testangebote weiter zu erleichtern und niedrigschwellige Zugänge auszubauen. Der Freistaat Sachsen fördert die Arbeit der vier Aidshilfen mit jährlich bis zu 570.000 Euro. Die Präventionsarbeit der Gesundheitsämter in den Landkreisen und kreisfreien Städten werden mit 50.000 Euro pro Jahr gefördert.
Staatsministerin Köpping: »Mein Dank gilt dem Sächsischen Landtag, der gemeinsam mit der Staatsregierung die Finanzierung der Aidshilfen und die Präventionsarbeit über Mittel im Landeshaushalt sicherstellt.«
Der Welt-AIDS-Tag findet seit 1988 jährlich am 1. Dezember statt. Er setzt ein globales Zeichen für Solidarität mit Menschen mit HIV, gedenkt der Verstorbenen und macht auf die fortbestehenden Herausforderungen im Bereich Prävention, Versorgung und Menschenrechte aufmerksam. Das Sozialministerium ruft alle Bürgerinnen und Bürger in Sachsen dazu auf, Vorurteile abzubauen und Menschen mit HIV respektvoll zu begegnen. Dank wirksamer Therapien sind Menschen mit erfolgreicher HIV-Behandlung nicht infektiös. Dieser wissenschaftlich gesicherte Fakt ist weiterhin zu wenig bekannt.