Erfolgreiche Jahresbilanz: Netzwerk sächsischer Klimaschulen deutlich gewachsen – 17 neue Schulen hinzugekommen
28.11.2025, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Das Netzwerk sächsischer Klimaschulen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen: 17 weitere Schulen im Freistaat dürfen sich nun offiziell »Klimaschule« nennen. Damit war die diesjährige Bewerbungsrunde sehr erfolgreich. Die neuen Klimaschulen schließen sie sich einem wachsenden Netzwerk engagierter Schulgemeinschaften an, die Klimaschutz und Klimaanpassung fest in ihren Alltag integrieren – vom Unterricht bis zu Projekten auf dem Schulhof. Insgesamt sind es damit jetzt sachsenweit 60 Klimaschulen.
Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz: »Die Klimaschulen sind echte Leuchttürme. Sie zeigen, dass die nächste Generation mit Kreativität und Tatkraft Verantwortung übernimmt. Die Schulen entscheiden sich freiwillig für ein Engagement für die Zukunft. Die Schülerinnen und Schüler bringen sich aktiv ein – ob beim Energiesparen, bei Projekten im Schulgarten oder bei nachhaltigen Ideen im Unterricht.« Minister Panter verwies auch auf den Nutzen für die Kommunen: »Schulen gehören zu den größeren Energieverbrauchern einer Kommune. Wenn Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler bewusst mit Strom, Wärme und Wasser umgehen, sparen sie gleichzeitig Kosten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Wir freuen uns über das Wachstum der Initiative und wollen sie gern weiter unterstützen.«
Conrad Clemens, Sächsischer Staatsminister für Kultus: »An Klimaschulen wird in besonderer Weise Nachhaltigkeit gelebt, über klimafreundliche Projekte diskutiert und auch einfach mal etwas ganz praktisch ausprobiert – gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Partnern aus der Region. Auf diese Weise wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern Teamgeist, Verantwortung und Innovationsfreude gefördert.«
Auf der Klimaschulkonferenz am 29. Januar 2026 im Sächsischen Landtag werden die 17 neuen Schulen offiziell ausgezeichnet. Von der Grundschule bis zum Gymnasium sind verschiedene Schularten aus den Landkreisen und kreisfreien Städten vertreten. Neben der Aufnahme neuer Mitglieder ins Netzwerk steht dann auch die Rezertifizierung von sechs bereits langjährig engagierten Schulen auf dem Programm.
Die insgesamt 60 Schulen in Sachsen gehören zum Netzwerk sächsischer Klimaschulen, das bis zum Jahr 2030 auf 100 anwachsen soll. Mit dem Konzept »Klimaschulen in Sachsen 2030«, welches im Jahr 2024 vom sächsischen Kabinett beschlossen wurde, ist der konzeptionelle Rahmen der Initiative bis dahin festgelegt.
Eine Klimaschule verpflichtet sich, Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu einem durchgehenden Prinzip zu machen. Der Fachbegriff dafür lautet »Whole School Approach« – die gesamte Schule, von der Heizungssteuerung bis zum Schulhofprojekt, von der Unterrichtsgestaltung bis zur Lehrerfortbildung, wird einbezogen. Das klingt anspruchsvoll, hat aber viele konkrete und gut umsetzbare Seiten. In Grundschulen gibt es zum Beispiel die »Energiedetektive«, die darauf hinweisen, dass Lichter oder Heizungen ausgeschaltet werden. Zahlreiche Projekte in Sachsen widmen sich der Mülltrennung, dem Upcycling oder dem Anlegen von Blühwiesen.
Schulen, die mitmachen möchten, können sich bis zum 31. März 2026 bewerben.
Der Weg zur Klimaschule – von der Bewerbung bis zur Rezertifizierung - Klima - sachsen.de
Hintergrund:
»Klimaschulen in Sachsen« ist eine Initiative der Staatsministerien für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz sowie für Kultus mit dem Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) insbesondere im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung umfassend in den Schulalltag zu integrieren.
Das Projekt trägt zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bei und fördert die ganzheitliche Integration von Klimaschutz und Klimaanpassung in den Schulalltag. Schulen erhalten im Rahmen der Initiative fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen des Klima- und Naturschutzes sowie Klimaanpassung.
Schulen, die sich bewerben, entwickeln einen Klimaschulplan für fünf Jahre.
Nach dieser Zeit können sie sich rezertifizieren lassen, indem sie neue Schwerpunkte und Maßnahmen festlegen. Unterstützt werden die Schulen durch fachliche Beratung und finanzielle Förderung.
Viele weitere Informationen zu den Klimaschulen in Sachsen finden sich im Internet unter den beigefügten Links.