Sächsischer Sportgipfel berät über Zukunft des Sports im Freistaat

12.11.2025, 14:53 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Trainervergütung und Investitionen in Sportstätten im Fokus

Dresden (12. November 2025) – Auf Initiative von Ministerpräsident Michael Kretschmer hat heute der Sächsische Sportgipfel im Heinz-Steyer-Stadion in Dresden stattgefunden. Mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter der sächsischen Stadt- und Kreissportbünde und der Sportverbände sowie Vertreter des Sächsischen Städte- und Gemeindetages und des Sächsischen Landkreistages haben dabei über die Zukunft des Sports in Sachsen debattiert.

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: »Sport verbindet Menschen und schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl. In Sachsen gibt es unglaublich viele engagierte Menschen, die sich in Vereinen und Verbänden für gute Rahmenbedingungen einsetzen. Es ist klar: Der Breiten- und Spitzensport braucht gute Sportstätten und gute Trainerinnen und Trainer. Der Freistaat unterstützt und fördert dies weiterhin. Es ist gut, dass wir die akademische Trainerausbildung bei uns gestartet haben. Es ist richtig, dass wir die Trainervergütung weiter verbessern. Es ist selbstverständlich, dass der Sport auch von Geldern aus dem Sondervermögen und der »Sportmilliarde« des Bundes profitieren wird. Sachsen ist Sportland. Ob Internationales Deutsches Turnfest in Leipzig oder die Finals in Dresden: Wir haben in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass wir hervorragende Gastgeber von Sportgroßveranstaltungen sind. Auch vor diesem Hintergrund unterstützt die Staatsregierung eine deutsche Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele im Sommer. Die Konzepte, die Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen eingereicht haben, sehen vor, dass auch in Sachsen Wettkämpfe stattfinden. Es wäre fantastisch, wenn wir olympischen Sport bei uns zu Hause haben.«

Sportminister Armin Schuster sagte: »Wir investieren gezielt in die Zukunft unserer Athleten und das auf mehreren Ebenen. Mit dem Sondervermögen und der Sportmilliarde werden wir unsere Sportstätten weiter modernisieren können, während die Erhöhung der Spitzensportförderung auf 100 Millionen Euro ab 2026 unsere Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Ein entscheidender Schritt ist die Neugründung der akademischen Trainerausbildung an der Universität Leipzig. Mit dieser Wiederbelebung des ehemals sehr erfolgreichen DHfK-Studiums werden wir die sächsische, aber auch die deutsche Trainerlandschaft entscheidend und nachhaltig stärken und damit unsere jungen Talente mit Expertise und Leidenschaft fördern.«

Der Präsident des Landessportbundes Sachsen, Dr. Frank Pfeil, erklärte: »Investitionen in den Sport zahlen sich mehrfach aus: Für die sächsischen Vereine und ihre Mitglieder, aber vor allem auch für die gesamte Gesellschaft. Damit der organisierte Sport seine positive Wirkung für Gesundheit, Bildung und Zusammenhalt entfalten kann, brauchen wir funktionierende Sportstätten und gute Rahmenbedingungen für das hauptamtliche Personal in unseren Sportvereinen und -verbänden. Besonders die Trainerinnern und Trainer haben einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Sporttreibenden. Wir werden uns weiterhin gemeinsam mit der Landespolitik dafür einsetzen, dass der organisierte Sport in Sachsen auch zukünftig optimale Bedingungen für seine wertvolle Arbeit vorfindet.«

Die Themen des Sportgipfels reichten von der akademischen Trainerausbildung an der Universität Leipzig mit dem neuen Bachelorstudiengang »Sportwissenschaft: Bewegung – Training – Leistung« über den möglichen Sitz der Sportagentur in Leipzig bis hin zur deutschen Bewerbung für Olympia.

Ein zentrales Thema war die Einbindung des Sports in das Sondervermögen des Bundes. Sachsen hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Sport bei der Verteilung der Mittel berücksichtigt wird. Zudem wird die »Sportmilliarde« ab 2026 die Modernisierung und Sanierung von Sportstätten vorantreiben.

Ab 2026 wird die Spitzensportförderung durch den Bund um 100 Millionen Euro erhöht. Dies unterstreicht das klare Bekenntnis der Bundesregierung zur Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Sports. Sachsen geht mit gutem Beispiel voran: Der Zuwendungsvertrag für den Landessportbund überschreitet 2026 erstmals die Marke von 30 Millionen Euro. Für die Trainervergütung wurden bereits 1,5 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt.

Für wichtige Impulse für den Sport sorgt auch »So geht sächsisch.«. Der Vereinssport steht im Mittelpunkt der »So geht sächsisch.«-Kilometerchallenge, die nächste Woche startet. Zusammen mit dem Landessportbund wurde aufgerufen, kräftig in die Pedale zu treten. In sechs sächsischen Städten können Sportler bis zu 5.000 Euro für ihren Verein gewinnen.

Auch mit der Initiative TeamSportSachsen wird es eine Fortsetzung der jahrelangen, erfolgreichen Zusammenarbeit geben. Unter dem Slogan »Dein Baum für Sachsen« werden die sächsischen Profisportvereine gemeinsam mit »So geht sächsisch.« und der Stiftung Wald für Sachsen in ihren Sportstätten in der laufenden Saison für den Schutz sächsischer Wälder und Baumpflanzungen werben.


Kontakt

Sächsische Staatskanzlei

Regierungssprecher Ralph Schreiber
Telefon: +49 351 564 10300
Telefax: +49 351 564 10309
E-Mail: presse@sk.sachsen.de
zurück zum Seitenanfang