30 Jahre Institut für jüdische Geschichte und Kultur
06.11.2025, 12:00 Uhr — 1. Korrektur (aktuell)
Wissenschaftsstaatssekretärin Prof. Dr. Heike Graßmann hat heute (6. November 2025) beim Festakt zum 30jährigen Bestehen des Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow dessen Verdienste um die Erforschung jüdischen Lebens im mittleren und östlichen Europa gewürdigt. Das 1995 nach einem einstimmigen Beschluss des Sächsischen Landtags gegründete Institut zählt zu den führenden europäischen Zentren für jüdische Geschichte und Kulturforschung. Seit 2018 gehört es zur Leibniz-Gemeinschaft und erhielt erst im vergangenen eine ausgezeichnete Evaluierung.
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: »Die Arbeit des Dubnow-Instituts ist geprägt von hoher wissenschaftlicher Disziplin und Offenheit, von exzellenter Forschung und einer Kultur der Zusammenarbeit. Die aktuellen Zeitfragen werden hier in ihrer historischen Dimension betrachtet. Gerade heute, im häufig schwierigen Spannungsfeld zwischen Erinnerung und Gegenwart, leistet das Dubnow-Institut mit seiner wissenschaftlichen Arbeit einen unentbehrlichen Beitrag. Für den Freistaat ist das Institut ein fester Bestandteil der sächsischen Wissenschaftslandschaft.«
Zu den jüngsten Erfolgen des Instituts unter der jetzigen Direktorin Prof. Dr. Yfaat Weiss zählt das erste geisteswissenschaftliche deutsch-israelische Graduiertenkolleg der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Mit einem vom Sächsischen Wissenschaftsministerium geförderten Projekt wird zurzeit das Archiv Salman Schockens in Jerusalem erforscht. Es gehört zu den wichtigsten Beständen zur jüdischen Geschichte Sachsens.