»Schnell, unbürokratisch, mit direkter Wirkung«: Staatsministerin Kraushaar gibt 5,4-Millionen-Euro-Startschuss für Chancen im ländlichen Raum

23.10.2025, 11:52 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

»Schnell, unbürokratisch und mit direkter Wirkung vor Ort«, fasste Staatsministerin Regina Kraushaar heute (23. Oktober 2025) auf Schloss Struppen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge das Programm »Regionalbudgets im ländlichen Raum« zusammen. In 2026 können bis zu 5,4 Millionen Euro in die sachsenweit 30 anerkannten LEADER-Aktionsgruppen fließen – heute fiel der Startschuss für die achte Staffel. Die Aktionsgruppen können sich ab sofort auf die Budgets bewerben. Umgesetzt werden mit den Regionalbudgets dann Projekte mit einem maximalen Kostenumfang von 20.000 Euro.

Staatsministerin Regina Kraushaar: »Heute geben wir den Startschuss! Machen Sie mit! Mit den neuen Regionalbudgets bekommen viele Gemeinden und Vereine im Freistaat wieder die Möglichkeit, ihre einzigartigen regionalen Ideen verwirklichen zu können. Die LEADER-Aktionsgruppen, wie hier die Sächsische Schweiz, wissen schon lange, welche Kraft das Regionalbudget für die Stärkung des Ehrenamtes entfaltet.« Kraushaar weiter: »Seit 2019 hat sich das Programm zu einem Erfolgsmodell entwickelt: Ob Dorfgemeinschaftshaus, Spielplatz oder Kultur – das Programm sorgt dafür, dass kleinere Projekte schnell und unkompliziert vor Ort umgesetzt werden können. Die Ideen der Menschen vor Ort sind entscheidend, weil diese Ideen Zukunft sichern.«

Antragsträger sind vor allem Kommunen und Vereine. Sie erhalten einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent für Projekte mit Gesamtkosten von bis zu 20.000 Euro. Das sind die Zutaten für ein lokal wirkendes Erfolgsmodell: Seit 2019 wurden über die Regionalbudgets weit über 3.000 Projekte umgesetzt – unterstützt mit insgesamt rund 25,2 Millionen Euro Zuwendungen.

Die Anträge für das Regionalbudget können von den LEADER-Aktionsgruppen bis zum 7. November 2025 bei den zuständigen Bewilligungsbehörden der Landkreise gestellt werden. Die Höhe der Budgets richtet sich nach der Einwohnerzahl in den LEADER-Regionen: Bei bis zu 70.000 Einwohnern können jährlich bis zu 150.000 Euro ausgereicht werden, bei einwohnerstärkeren Gebietskulissen bis zu 200.000 Euro – bei jeweils einem Eigenanteil von zehn Prozent. Über die Regionalbudgets können dann die Kleinprojekte unterstützt werden, die gleichzeitig der Umsetzung der jeweiligen LEADER-Entwicklungsstrategie dienen.

Im Gegensatz zur »klassischen« LEADER-Förderung, die einzelfallbezogen größere strategische und strukturelle Projekte bedient, zielen die Regionalbudgets auf kleinere Vorhaben mit bis zu 20.000 Euro Projektkosten. Die Regionalbudgets sind das Mikroförderinstrument, das die großen Projekte ergänzt und lokale Akteure niederschwellig einbindet. Die Fördermittel der Regionalbudgets werden aus der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes« (GAK) sowie auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Doppelhaushaltes 2025/26 bereitgestellt.

In Struppen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge informierte sich Staatsministerin Regina Kraushaar auch über die Arbeit des Schlossvereins Struppen, der erst 2025 eine Förderung aus dem Regionalbudget zur Ausgestaltung eines Weinkellers im Tonnengewölbe des Schlosses erhielt. Auch informierte sich die Staatsministerin über die Projekte der LEADER-Aktionsgruppe Sächsische Schweiz, die in der Vergangenheit umgesetzt wurden.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung

Ansprechpartner Annegret Fischer
Telefon: +49 351 564 50021
E-Mail: medien@smil.sachsen.de
zurück zum Seitenanfang