Premiumradweg in Chemnitz: Fahrrad-Brücke eröffnet und 5,88 Millionen Förderung für weiteren Bauabschnitt

15.10.2025, 11:33 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Freie (Rad)Fahrt zwischen den Chemnitzer Stadtteilen Rottluff und Rabenstein! Heute (15.10.2025) haben Staatsministerin Regina Kraushaar, Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, und der Chemnitzer Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau Thomas Kütter die neu gebaute Fahrradbrücke über die Kalkstraße in Chemnitz für den Radverkehr freigegeben.

Mit rund 8,7 Millionen Euro beteiligten sich Bund und Land an der Baumaßnahme, die im Juli 2024 begonnen wurde. Insgesamt wurden für die über 180 Meter lange Brücke rund 284 Tonnen Stahl und 840 Quadratmeter Carbonbeton verbaut.

Staatsministerin Regina Kraushaar: »In Chemnitz nutzen wir beispielhaft das Potenzial, ehemalige Bahntrassen zu Radwegen umzubauen. Der Premium-Radweg und die Brücke an der Kalkstraße sind zentrale Projekte für eine moderne, lebenswerte Stadt. Sie schaffen nicht nur eine attraktive Verbindung zwischen den Stadtteilen, sondern stehen auch sinnbildlich für einen Brückenschlag hin zu nachhaltiger Mobilität und einer aktiven Stadtgesellschaft.«

Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr: »Chemnitz zeigt, wie moderne Mobilität zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger gelingt: Die neue Radroute nutzt die bestehende Infrastruktur klug, schafft eine direkte und sichere Verbindung in die Innenstadt und stärkt damit den Radverkehr. Mit der Radwegbrücke Kalkstraße wird eine heute bestehende Lücke im Radnetz der Stadt geschlossen und damit die Verkehrssicherheit für alle radfahrenden Chemnitzerinnen und Chemnitzer entscheidend erhöht. So wird das Leben in der Stadt attraktiver, alltagstauglicher und klimafreundlicher. Ich freue mich, dass wir die Stadt Chemnitz beim bisherigen sowie auch beim weiteren Ausbau der insgesamt 13,6 km langen Radpremiumroute mit dem Sonderprogramm »Stadt und Land« umfangreich unterstützen können.«

Bürgermeister Thomas Kütter: »Die neue Radwegbrücke über die Kalkstraße schließt eine entscheidende Lücke im Premiumradweg Wüstenbrand-Küchwald. Damit entsteht eine durchgängige, sichere und bequeme Verbindung, die den Radverkehr in Chemnitz deutlich stärkt. Ich freue mich, dass wir dieses Bauwerk in so kurzer Zeit realisieren konnten. Das ist ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur in unserer Stadt. Die Brücke ist ein Gewinn für alle, die in Chemnitz täglich mit dem Rad unterwegs sind.«

Der Premiumradweg zwischen Wüstenbrand und dem Chemnitzer Küchwald soll nach Fertigstellung eine Gesamtlänge von 13,6 Kilometern haben – er verläuft entlang einer ehemaligen Eisenbahnstrecke. Dadurch beträgt die Radwegbreite bis zu vier Meter. Nutzbar sind bisher die Streckenabschnitte Riedstraße bis Kalkstraße und Kalkstraße bis Paul-Jäkel-Straße mit einer Länge von insgesamt 5,2 Kilometern. Die neu gebaute Brücke verbindet nun die beiden Abschnitte.

5,88 Millionen Euro Fördermittel für weiteren Streckenabschnitt
Auch für den nächsten Streckenabschnitt hat die Stadt nun Finanzierungssicherheit. Staatsministerin Regina Kraushaar hat gemeinsam mit Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz Bürgermeister Thomas Kütter einen Fördermittelbescheid in Höhe von 5,88 Millionen Euro übergeben. Die Mittel, die ebenso über das Sonderprogramm »Stadt und Land« zur Verfügung gestellt und über Landesmittel kofinanziert werden, sind für die Fortführung des Radweges zwischen der Riedstraße in Rabenstein und der Röhrsdorfer Straße in Grüna vorgesehen. Der Abschnitt ist 2,4 Kilometer lang. Baubeginn soll noch in diesem Monat sein.

Hintergrund
Über das Sonderprogramm »Stadt und Land« stellt der Bund den Ländern bis Ende 2030 Finanzhilfen für Investitionen in den Radverkehr in Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Bau des Premiumradweges wurde bisher mit insgesamt 21,1 Mio. Euro aus dem Sonderprogramm »Stadt und Land« des Bundes sowie aus Landesmitteln des Freistaates Sachsen unterstützt


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung

Ansprechpartner Annegret Fischer
Telefon: +49 351 564 50021
E-Mail: medien@smil.sachsen.de
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